Abtei Königsmünster Meschede
  • Startseite
  • Abtei
    • Gemeinschaft
    • Gottesdienste
    • Königsmünster LIVE
    • Zu Gast in der Klausur
    • Kloster auf Zeit
    • Mönch werden
    • Spenden
    • Cella Sankt Benedikt
    • Freundeskreis
    • Oblatengemeinschaft
    • Bibliothek
  • Mission
    • Missionsprokura
    • Projekte
    • Unterstützen Sie uns
    • Bildung für Tansania
    • Cella Sankt Benedikt
  • Gäste
    • Haus der Stille
      • Info und Organisatorisches
      • Kursprogramm
      • Kursleitungen
    • Oase
      • Info und Organisatorisches
      • Kursprogramm
      • Renovierung Oase
      • Schulbesinnungstage
      • Angebote für Erzieher*innen
      • Kursleitungen
    • Jugendbildung
      • Oberstufenakademie
      • Studium Generale
      • Wanderwoche
      • Firmvorbereitung
      • Ministranten
      • Spenden
    • Spirituelle Angebote
      • Abteiführungen
      • Einkehrtage
      • Stille Meditation
      • Kloster auf Zeit
      • Klosterweg
    • Veranstaltungen
      • AdventsMarkt
      • AbteiSommer
      • Abteikonzerte
    • Abteigaststätte
    • Beratungsstelle
    • Abteiladen
    • Ein Tag im Kloster
    • Zu Gast in der Klausur
    • Gruppenangebote
  • Betriebe
    • Online-Shop
    • Abteiläden
    • Abteigaststätte
    • Lebensmittel
    • Schmiede
    • Tischlerei
    • Weberei
  • Jugend
    • Oase
    • Gymnasium der Benediktiner
    • Shûdôin Dôjô
  • Seelsorge
    • Impulse
    • Predigten
    • Gottesdienste
    • Königsmünster LIVE
    • Kerzen entzünden
    • Beichte
    • Beratungsstelle
  • Aktuelles
    • Nachrichten
    • Veranstaltungen
    • Kontakt
    • Veröffentlichungen
    • Prävention
    • Jobs
  • Spenden
    • Spenden
    • Projekte
    • Spenden für besondere Anlässe
    • Erben
    • Mission einmal anders
    • Wohlfahrtsmarken
    • Benediktuswerk
    • Messstipendien
    • Team
  • Stammgast-Login
  • Suche
  • Menü Menü

Predigt am 33. Sonntag im Jahreskreis (15.11.2020)

Predigt

von P. Maurus Runge OSB

Ich nehme an, Ihnen ist das eben gehörte Gleichnis von den Dienern, denen von ihrem Herrn Talente anvertraut worden sind, bekannt. Wir wissen, wie es ausgeht. Wir haben das schon oft gehört, selbst bis in die Widerstände hinein, die dieses Gleichnis gerade am Ende bei vielen hervorruft, wo dem vorsichtigen – das Gleichnis spricht negativ vom „nichtsnutzigen“ – Diener das eine Talent genommen wird und er in die äußerste Finsternis geworfen wird – mit viel Heulen und Zähneknirschen.

Genau dieses Gewohnte ist unser Problem. Deshalb ist es gut, sich einmal unvoreingenommen in die ursprünglichen Hörer dieses Gleichnisses hineinzuversetzen – eine arme Landbevölkerung von einfachen Leuten, Tagelöhnern, Arbeitern. Wenn diese davon hören, dass ein reicher Mann auf Reisen geht und im Vorbeigehen seine „Talente“ verteilt, dann wird ihnen wahrscheinlich der Atem gestockt haben. Denn ein Talent, das sind ca. 10.000 Denare – mit einem Denar konnte ein Tagelöhner seine Familie einen Tag lang ernähren. Wenn wir heutige Maßstäbe ansetzen, dann sind wir bei einem Talent schnell an der Grenze von einer Million Euro angekommen. Fünf Talente sind also für den normalen Menschen zur Zeit Jesu eine unvorstellbar hohe Summe – unerreichbar in diesem Leben. Jesus erzählt hier also von Unvorstellbarem, das all unsere Maßstäbe übertrifft.

Wenn wir uns die Einleitung des Gleichnisses ansehen, dann sehen wir, dass Jesus auch gar nicht von Geschehnissen in diesem Leben erzählen will. „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der auf Reisen ging.“ Jesus erzählt also vom Himmelreich, vom Reich Gottes, von der Welt Gottes, die so ganz anders ist, als es bei uns zugeht. Und deshalb überspitzt er in seinen Gleichnissen immer wieder. Wir haben uns heute so sehr an diese Worte gewöhnt, dass wir uns diese Übertreibung erst wieder mühsam vergegenwärtigen müssen.

Wenn wir nun auf der reinen Bildebene bleiben, dann wirkt das Gleichnis gerade heute in Zeiten zusammenbrechender Finanzsysteme anstößig, provozierend. Gewinnmaximierung um jeden Preis, den Kleinen wird das, was sie gespart haben, weggenommen und den Großen gegeben – rücksichtsloser Kapitalismus wird noch belohnt? Das kann es doch nicht sein.

Das Wort „Talent“ gibt uns da einen Hinweis und führt uns auf eine einsichtigere Sachebene. Gott traut uns etwas zu. Er hat uns mit Talenten und Gaben beschenkt – und zwar im Überfluss, freigiebig, verschwenderisch. Wir können nun unsere Talente einsetzen, damit wuchern, unsere Gaben für den Aufbau unserer Gemeinschaften, unseres Landes etc. einsetzen – zum Wohl aller. Wir können aber auch unser Talent verstecken, tief in der Erde vergraben, damit es ja  keiner sieht und mich vielleicht herausfordert, es gemeinsam mit anderen einzubringen. Das kann ja auch ganz bequem sein – mal lieber nichts sagen und tun, mich heraushalten, sollen andere sich eine blutige Nase holen. Ja, wenn ich mein Talent einsetze, dann mache ich mich auch verletzlich, dann riskiere ich etwas, dann kann ich unter Umständen zu hoch pokern und alles verlieren. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Glauben hat auch mit Risiko zu tun!

Nun ist es allerdings nicht ganz so einfach. Denn zu oft war es in der Kirchengeschichte so – und manchmal bis heute in unseren Gemeinden, Gemeinschaften, Arbeitsstellen – dass es gar nicht erwünscht ist, dass ich mein Talent einsetze. Dass der Herr des Evangeliums, der auf Reisen geht, eben nicht die Talente großzügig verteilt und seinen Mitarbeitenden etwas zutraut, sondern eher darauf bedacht ist, alles allein zu machen – oder nur die fördert, die ihm nicht gefährlich werden können. Es gehören also immer zwei Seiten dazu, um sicherzustehen, dass mein Talent gehoben werden kann – theologisch könnten wir vom Zusammenwirken von Gnade und Freiheit sprechen, von dem, der mir etwas schenkt und dem, der dieses Geschenk dann auch auspackt und nutzt.

Aus dem Sport und der Wirtschaft sind sog. Talent-Scouts bekannt. Menschen, die sich auf die Suche nach vielversprechenden Talenten machen und diese dann auch fördern. In einem bekannten Unternehmen gilt der Grundsatz, dass der Chef gerade die Mitarbeitenden fördern soll, die ihn einmal übertreffen können.

In seiner Antrittsrede als Präsident Südafrikas 1994 beschreibt Nelson Mandela in kraftvollen Worten, welche positiven Auswirkungen es auch auf andere haben kann, wenn ich meine Talente nicht verstecke, sondern nutze:

„Unsere tiefste Angst ist es nicht, ungenügend zu sein. Unsere tiefste Angst ist es, dass wir über alle Maßen kraftvoll sind. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das wir am meisten fürchten. Wir fragen uns, wer bin ich denn, um von mir zu glauben, dass ich brillant, großartig, begabt und einzigartig bin? Aber genau darum geht es, warum solltest Du es nicht sein?
Du bist ein Kind Gottes. Dich klein zu machen nützt der Welt nicht. Es zeugt nicht von Erleuchtung, dich zurückzunehmen, nur damit sich andere Menschen um dich herum nicht verunsichert fühlen.
Wir alle sind aufgefordert, wie die Kinder zu strahlen. Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, die in uns liegt, auf die Welt zu bringen. Sie ist nicht in einigen von uns, sie ist in jedem. Und indem wir unser eigenes Licht scheinen lassen, geben wir anderen Menschen unbewusst die Erlaubnis, das Gleiche zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unser Dasein automatisch die anderen.“

Ich wünsche uns in dieser Woche, dass wir unsere Talente nicht vergraben, sondern das Risiko eingehen, sie einzusetzen, und dass wir genau so zum Talentscout für andere werden können. AMEN.

15.11.2020
Schlagworte: Predigt, Spiritualität
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2020/11/bulletin-board-3127287_640.jpg 301 640 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2020-11-15 16:21:372021-02-18 16:06:23Predigt am 33. Sonntag im Jahreskreis (15.11.2020)
Das könnte Dich auch interessieren
Dritter Fastensonntag
Pixabay Impuls am 7. Ostersonntag
Predigt am Zweiten Ostersonntag (11.04.2021)
Predigt in der Osternacht am 11.04.2020
Predigt am 19. Sonntag im Jahreskreis (09.08.2020)
Impuls am 5. Fastensonntag
Predigt am 7. Ostersonntag (29.05.2022)
Wikipedia Predigt am Ostersonntag (9.4.2023)
Search Search

Neueste Beiträge

  • Der AbteiSommer ist eröffnet
  • Predigt am 13. Sonntag im Jahreskreis (28.06.2026)
  • Erdbeben in Venezuela
  • Tag der offenen Gärten und Parks
  • Feier der „kleinen“ Professjubiläen

Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie aktuelle Infos zu geänderten Gottesdienstzeiten im Blickpunkt, den Gruß aus der Abtei Königsmünster, den Jahresbericht und das Gastprogramm.

Hinweis zum Datenschutz

Kategorien

  • Abtei
  • Abteiwaren
  • Ägypten
  • Augenklinik Tororo
  • Gastbereich
  • Glocke für Mvimwa
  • Haus der Stille
  • Impuls
  • Jobs
  • Kuba
  • Mission
  • Mosambik
  • Mvimwa
  • Oase
  • Predigt
  • Turmsanierung
  • Ukraine
  • Unkategorisiert
Beliebt
  • Friedensgebet08.03.2022 - 15:43
  • Schmecken – Das Finale der Sommererlebnisabende04.08.2022 - 15:27
  • Aschermittwoch26.02.2020 - 15:34
  • Predigt am 3. Fastensonntag 202015.03.2020 - 20:35
Kürzlich
  • Der AbteiSommer ist eröffnet13.07.2026 - 09:09
  • Pixabay
    Predigt am 13. Sonntag im Jahreskreis (28.06.2026)29.06.2026 - 09:14
  • Erdbeben in Venezuela25.06.2026 - 16:31
  • Tag der offenen Gärten und Parks13.06.2026 - 16:02
Kommentare
  • Es ist einfach toll, dass Ihr so gut organisiert seid. Danke...16.03.2022 - 17:54 von Klebefolien
Schlagworte
Abtei Abteiforum AbteiGaststätte Abteigespräch Abteiladen Abteisommer Advent Christkönig Corona Coronavirus Fastenzeit Frieden Gebet Geburtstag Gemeinschaft Geschichte Gottesdienste Gruß Gründonnerstag Impuls Karfreitag Karsamstag Karwoche Kirche Kloster Konzil Liturgie Meditation Mission Mosambik Mvimwa Neujahr O-Antiphon Oase Ostern Osterzeit Pfingsten Predigt Schule Silvester Spiritualität Stundengebet Tansania Ukraine Weihnachten

Kontakt

Abtei Königsmünster
Klosterberg 11
59872 Meschede


Telefon
Zentrale     0291.2995-0
Gastbereich     0291.2995-210
Abteiladen     0291.2995-109
Abteigaststätte     0291.2995-139
Schule     0291.9968-0

Kerze entzünden

Hier können Sie eine virtuelle Kerze auf unserer Homepage entzünden. Wir Mönche nehmen Ihr Anliegen mit ins Gebet

Kerze entzünden

Spenden

Unterstützen Sie unsere Arbeit auf dem Klosterberg und weltweit.

Online spenden

Spendenkonto
Pax-Bank für Kirche und Caritas eG
BIC: GENODED1PAX
IBAN: DE17 3706 0193 1051 5480 07

Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie aktuelle Infos zu geänderten Gottesdienstzeiten im Blickpunkt, den Gruß aus der Abtei Königsmünster, den Jahresbericht und das Gastprogramm.

Hinweis zum Datenschutz

Impressum  |  Datenschutz  |  AGB  |  Missbrauchsprävention  | Kursleitungs-Login  |  Jobs

  • Link zu X
  • Link zu Facebook
  • Link zu Instagram
  • Link zu Youtube
Link to: Soul Food – Nahrung für die Seele Link to: Soul Food – Nahrung für die Seele Soul Food – Nahrung für die SeeleRoman Weis Link to: Klösterliche Bierverkostung Link to: Klösterliche Bierverkostung Klösterliche Bierverkostung
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen