Am Sonntag, den 26.5.2024, wurden die digitalen Systeme der Abtei Königsmünster durch ein Hackervirus angegriffen und weitgehend verschlüsselt. Zum Glück konnte dies zeitnah festgestellt werden, sodass sofort Notmaßnahmen eingeleitet wurden. Bis zur Klärung der Situation sind die einzelnen Betriebe und Bereiche der Abtei auf digitalem Weg nur sehr eingeschränkt erreichbar; außerdem kann es zu Verzögerungen in einzelnen Betriebsabläufen kommen, u.a. im Gastbereich und im Rechnungswesen.
Das Gymnasium der Benediktiner ist nicht betroffen.

Per Telefon sind wir weiterhin erreichbar:
Klosterpforte: 0291/2995-0
Gastbereich: 0291/2995-210
Abteiladen: 0291/2995-109
AbteiGaststätte: 0291/2995-139
Tischlerei: 0291/2995-119
Kunstschmiede: 0291/2995-120

Abteiladen und AbteiGaststätte sind zu den normalen Zeiten geöffnet.
Über unsere Website und Social-Media-Kanäle werden wir Sie zeitnah informieren, sobald eine Veränderung der Situation eintritt.

 

Am Dienstag, den 28. Mai 2024, um 12.00 Uhr wurde Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB im Dom zu Osnabrück als neuer Bischof des Bistums Osnabrück und Nachfolger von Bischof Dr. Franz-Josef Bode vorgestellt. Von 2001 bis 2013 hat er als dritter Abt von Königsmünster unsere Gemeinschaft geleitet. 2015 hat ihn Papst Franziskus zum Weihbischof in Paderborn ernannt.

Bischof Dominicus, wie er genannt werden möchte, wurde am 10. Juli 1959 in Finnentrop-Heggen geboren. Aufgewachsen in Grevenbrück, trat er nach einer Ausbildung zum Justizsekretär und dem Abitur am Klemens-Hofbauer-Kolleg in Bad Driburg 1982 in unser Kloster ein. Nach dem Studium der Theologie und Philosophie in Würzburg und Münster von 1983 bis 1988, wurde er am 14. Januar 1989 von Bischof Dr. Reinhard Lettmann zum Priester geweiht. Daran schloss sich ein Promotionsstudium in Kirchenrecht in Salzburg an. Vor seiner Wahl zum dritten Abt unserer Gemeinschaft war er als Professor in Vallendar tätig.

Auch nach seiner Ernennung zum Weihbischof in Paderborn 2015 blieb er seiner Heimatabtei verbunden, kam regelmäßig zu uns zu Besuch und spendete auch einige Weihen, wie z B. erst im vergangenen Jahr die Diakonweihe von Br. Victor aus Tansania und die Priesterweihe von P. Theodore aus Sambia. Durch seine langjährige Tätigkeit im Kongregationsrat der Missionsbenediktiner ist er auch international gut vernetzt.

Wir gratulieren Bischof Dominicus, wünschen ihm Gottes Segen für seine neue Aufgabe und freuen uns, wenn er auch weiterhin von Zeit zu Zeit seine Heimat besucht.

Priester- und Diakonenweihe am 1.9.2023;
vlnr: Abt Pambo, Br. Victor, Bischof Dominicus, P. Theodore, Abt Michael (Münsterschwarzach), Abt Cosmas

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bistums Osnabrück. 

Am 20. April 2024 hat uns der griechisch-katholische Erzbischof der westukrainischen Diözese Ivano-Frankivsk, Dr. Volodymyr Vijtyshyn, mit seinem Bischofsvikar, Dr. Michael Klapkiv, besucht. In einer Begegnung mit unserer Gemeinschaft hat er von der aktuellen Lage in der Ukraine berichtet und von den Bemühungen seiner Erzdiözese, den vielen Menschen zu helfen, die als Binnenflüchtlinge aus den Kriegsgebieten in der Ostukraine bei ihnen ankommen. Beeindruckt von seinen Ausführungen, haben wir uns dazu entschlossen, den Erzbischof mit einem Betrag von € 2000,-  finanziell zu unterstützen.

Am 13. Mai 2024 hat uns Erzbischof Volodymyr einen Brief geschickt, in dem er sich für die Hilfe bedankt. Er berichtet von dem blutigen und grausamen Krieg, der „täglich Leid und die Angst vor ständigen Verlusten“ mit sich bringe, aber auch vom „unnachgiebigen Geist“ der Ukrainer, mit dem sie sich der russischen Aggression widersetzen. Er schreibt: „Die Instabilität und Gewalt des Krieges haben eine wachsende Zahl von Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat gezwungen und den Zugang zu lebensnotwendigen Gütern wie sicheren Unterkünften, sauberem Wasser, Nahrung, Unterkünften und Lebensunterhalt stark eingeschränkt. Viele haben ihr Zuhause und ihr Hab und Gut verloren und sind ohne Dach über dem Kopf.“ Durch die Unterstützung unserer Gemeinschaft war es ihm möglich, „notwendige Mittel für die Unterbringung von Binnenflüchtlingen im Exerzitienhaus in Zarichchia“ wie Betten, Matratzen und Bettwäsche zu kaufen.

Wir bedanken uns auch im Namen von Erzbischof Volodymyr für Ihre Unterstützung für Menschen in Not und beten mit ihm um Frieden und Versöhnung!
Unten finden Sie einige Bilder, die uns aus der Ukraine erreicht haben:

 

Ca. 180 Ordensoberinnen und -obere der Deutschen Ordensoberenkonferenz (DOK) treffen sich vom 12. bis zum 15. Mai 2024 zu ihrer Mitgliederversammlung in Vallendar. Zum ersten Mal dabei ist auch unser Abt Cosmas, der sich im Rahmen der Tagung gemeinsam mit den im vergangenen Jahr neugewählten Oberen vorstellt. In diesem Jahr beschäftigt sich die Konferenz mit dem Thema der wachsenden Interkulturalität von Ordensgemeinschaften. Unter verschiedenen Blickwinkeln wird dieses weite Feld beleuchtet. In einer Pressemitteilung zur Mitgliederversammlung schreibt die Ordensobernkonferenz: „Was heißt es für Ordensgemeinschaften, wenn in deren deutschen Niederlassungen der Anteil der Mitglieder mit nicht-deutscher Herkunft  kontinuierlich wächst? Was hilft und was ist hinderlich für das interkulturelle Verständnis und Zusammenwachsen? Wie ist die Wahrnehmung der Kirche in Deutschland bei den ausländischen Ordensleuten?“ Interkulturalität bedeute gerade für Ordensleute in Leitungsverantwortung eine wichtige Lernerfahrung.
Impulsvorträge zu den genannten Fragen halten u.a. Sr. Agnes Lanfermann MMS (London), die Generalkoordinatorin der Missionsärztlichen Schwestern und P. Dr. Peter Claver Narh SVD (Sankt Augustin), Provinzial der Steyler Missionare und gebürtig aus Ghana. Ebenso wird der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterovic, Gast der Versammlung sein.

Ebenso wird es auf der Mitgliederversammlung um die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Bereich von Ordensgemeinschaften gehen. Dazu wird der unabhängig arbeitende Ausschuss aus der Arbeit des zurückliegenden Jahres berichten. An die Mitgliederversammlung der DOK schließt sich am 15. Mai die Jahreshauptversammlung der Konferenz missionierender Orden (KMO) an, der auch unsere Gemeinschaft als Missionsbenediktiner angehört.

Wir wünschen den tagenden Oberinnen und Oberen eine inspirierende Versammlung, von der sie hoffentlich viele Impulse in ihre jeweiligen Gemeinschaften mitbringen können.

Bild: Deutsche Ordensoberenkonferenz

Die Pressemitteilung der Deutschen Ordensoberenkonferenz können Sie hier nachlesen.

Am Sonntag, den 28. April 2024, versammelten sich um 11.00 Uhr 40 Interessierte im Foyer unseres Gästehauses, der OASE, wo eine Ausstellung über Leben und Wirken der hl. Hildegard von Bingen eröffnet wurde. Sr. Philippa Rath aus der Abtei Eibingen, die schon am 27. April das Abteigespräch hielt, gab eine kurze Einführung in Leben und Werk dieser großen Frau und stellte ihre Bedeutung für unsere Zeit heraus. Hildegard von Bingen (1098-1179) war Visionärin und Heilkundige, aber ebenso eine Mahnerin, die in einem regen Briefwechsel mit vielen Persönlichkeiten ihrer Zeit verbunden war und auch vor Kritik an Päpsten und Bischöfen nicht scheute. Papst Benedikt XVI. ernannte sie 2012 zur Kirchenlehrerin.

Die Ausstellung ist bis zum 30. Juni im Eingangsbereich der OASE zu sehen. Begleitend zur Ausstellung laden wir zu folgenden Veranstaltungen ein: Am 4. Juni wird die Heilpraktikerin Ulla Stienen zum Thema „Heilkunde nach Hildegard von Bingen“ sprechen, am 11. Juni die Ernährungsberaterin Christina Andree zum Thema „Küche nach Hildegard von Bingen“. Am 18. und 25. Juni wird Frau Andree im AbteiForum zwei praktische Einführungen anbieten. Zu diesen vier Veranstaltungen, die alle um 19.00 Uhr beginnen, bitten wir um eine Anmeldung im Gastbüro (Tel. 0291/2995210, ). Dort erhalten Sie auch weitere Informationen.

Fotos: Brigitte Frings

Sr. Philippa Rath eröffnet die Ausstellung

Vielen ist Sr. Philippa Rath OSB aus der Benediktinerinnenabtei Eibingen bekannt als Delegierte des Synodalen Wegs, Vorkämpferin für Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche und Autorin zweier Bücher: „Weil Gott es so will – Frauen erzählen von ihrer Berufung zur Diakonin und Priesterin“ und „Frauen ins Amt – Männer der Kirche solidarisieren sich“. In der Reihe der Abteigespräche war sie am Samstag, den 27. April 2024, im AbteiForum zu Gast und erzählte vor vielen interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern von der Entstehungsgeschichte ihrer Bücher und gab dabei interessante Einblicke in den Synodalen Weg.

Sr. Philippa outete sich dabei als „spätberufene Aktivistin“ für Reformen in der Kirche. Vor zehn Jahren übernahm sie in ihrem Kloster die Aufgabe, Menschen in Exerzitien zu begleiten. Dabei sprach sie immer wieder mit Frauen, deren Berufung zum priesterlichen oder diakonalen Dienst nicht anerkannt wurde. Als sie dann auf der ersten Vollversammlung des Synodalen Weges der Kirche in Deutschland mit zwei Bischöfen darüber ins Gespräch kam, meinten diese, es gebe kaum solche Berufungen. So sprach Sr. Philippa einige Frauen an und bat sie, ein kurzes Zeugnis über ihre Berufung zu verfassen. Zunächst sollte es bei zwölf Zeugnissen bleiben. Doch die Sache verbreitete sich und entfaltete eine gewisse Eigendynamik, sodass in kürzester Zeit 150 Frauen von ihrem Weg erzählten. Daraus ist dann das erste Buch „Weil Gott es so will“ entstanden – der Titel ist dem Zeugnis einer Autorin entnommen. Von den vielen Reaktionen auf dieses Buch, so Sr. Philippa, sei die überwältigende Mehrzahl positiv gewesen, ganze zwei negativ. Da sich auch viele Männer solidarisch äußerten, sei die Idee zum zweiten Buch entstanden. Sr. Philippa las einige Auszüge aus beiden Büchern vor und erzählte von vielen Gesprächen, die sie mit anderen Teilnehmenden auf dem Synodalen Weg führte, und sie berichtete von der Entstehung des Grundsatztextes „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“, an dem sie mitgearbeitet hat und der mit großer Mehrheit von der Vollversammlung verabschiedet wurde.

Bei allen schwierigen Themen und dem oft mühsamen Ringen um Reformen in der Kirche war spürbar, dass Sr. Philippa ihre Hoffnung nicht verloren hat. So endete sie mit dem Ausblick, dass schon bald der Weg für Diakoninnen frei sein werde – und auch wenn der Weg zur Öffnung der Priesterweihe für Frauen länger dauern könnte, war sie überzeugt, dass sie noch zu ihren Lebzeiten Priesterinnen erleben werde. An die Ausführungen von Sr. Philippa schloss sich eine lebendige Diskussion an.

Wir danken Sr. Philippa für einen inspirierenden Abend und wünschen ihr Gottes Segen bei ihren Bemühungen!

Sr. Philippa Rath OSB

„Man achte darauf, ob der Novize wirklich Gott sucht, ob er Eifer hat für den Gottesdienst, ob er bereit ist zu gehorchen und ob er fähig ist, Widerwärtiges zu ertragen.“ Mit diesen Worten stellt der hl. Benedikt die Kriterien dafür auf, ob jemand für ein Leben in einer klösterlichen Gemeinschaft geeignet ist. P. Prior Klaus-Ludger las diese Worte am Freitag, den 26. April 2024, im Rahmen einer kleinen Feier im Kapitelsaal vor, bei der Bruder Ismael Schumacher wieder in unsere Gemeinschaft aufgenommen wurde und mit dem Habit, dem Ordensgewand der Mönche, bekleidet wurde. Wiederaufgenommen ist das richtige Wort, denn in der Vergangenheit hat Bruder Ismael schon zweimal zu unserer Gemeinschaft gehört, sie aber nach dem Auslaufen der zeitlichen Gelübde wieder verlassen. In der Zwischenzeit lebte er in Berlin, wo er seinen Lebensunterhalt als Finanzbuchhalter verdiente. Die Sehnsucht nach einem benediktinischen Leben ist geblieben, sodass er nach reiflicher Überlegung nun wieder den Schritt in unsere Gemeinschaft gewagt hat.

Abt Cosmas deutete in seiner Ansprache die Dynamik des Suchens als doppelte Bewegung: nicht nur der Mensch suche Gott, sondern auch Gott habe Sehnsucht nach dem Menschen. Diese Gottsuche zeige sich für den hl. Benedikt im Eifer für den Gottesdienst, das „opus Dei“, worunter nicht nur die Liturgie, sondern das ganze Leben im Blick Gottes gemeint sei, im Gehorsam, d.h., in einer offenen Haltung des Hörens – dafür stehe der Name „Ismael“ –  und in „Widerwärtigkeiten“, womit die Widerstände und Schwierigkeiten im alltäglichen Leben gemeint seien.

Schließlich bekleideten Abt Cosmas und P. Prior Klaus-Ludger Br. Ismael mit dem Mönchsgewand und tauschten mit ihm den Friedensgruß aus. Bruder Ismael wird nun in einer einjährigen Probezeit seine Berufung weiter klären und unseren Alltag teilen. Zunächst wird er in der Klosterverwaltung arbeiten, eine Arbeit, die ihm aus den letzten Jahren nicht fremd ist. Wir wünschen Bruder Ismael eine gute Zeit des (Wieder-)Ankommens bei uns!

Br. Ismael wird mit dem Mönchsgewand bekleidet.

Am Sonntag, 28. April, um 11.00 Uhr laden wir zu einer Ausstellungseröffnung im Foyer der OASE ein. Sr. Philippa Rath OSB, die einen Tag zuvor das Abteigespräch gestaltet hat, wird eine Ausstellung über Leben und Wirken der Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen eröffnen.Diese prophetische Frau hat auch uns heute noch einiges zu sagen.

Begleitet dazu laden wir zu zwei Vorträgen ein: Am 4. Juni wird die Heilpraktikerin Ulla Stienen zum Thema „Heilkunde nach Hildegard von Bingen“ sprechen, am 11. Juni die Ernährungsberaterin und Gesundheitscoach Christina Andree zum Thema „Küche nach Hildegard von Bingen“. Am 18. und 25. Juni wird Frau Andree im AbteiForum zwei praktische Einführungen anbieten. Zu diesen vier Veranstaltungen, die alle um 19.00 Uhr beginnen, bitten wir um eine Anmeldung im Gastbüro (Tel. 0291/2995210; Email: ).

 

Am Samstag, den 20. April 2024, hatten wir Besuch aus der Ukraine: der griechisch-katholische Erzbischof der Erzdiözese Ivano-Frankivsk, Dr. Volodymyr Vijtyschyn, befindet sich mit seinem Bischofsvikar auf Deutschlandreise, um hier einige Diözesen und Partnergemeinden zu besuchen. Eine Zwischenstation war auch unser Kloster, und trotz seines vollen Terminkalenders nahm sich der Erzbischof Zeit für uns, um uns von der Situation in der Ukraine und seiner Diözese zu berichten.

Die Stadt Ivano-Frankivsk, die im Jahr 1662 gegründet wurde, liegt im Westen der Ukraine. Sie liegt zwar nicht an der Front und ist daher von unmittelbaren Angriffen verschont, aber doch vom russischen Angriffskrieg betroffen: viele Männer sind als Soldaten an der Front im Osten, und viele Menschen haben als Binnenflüchtlinge Zuflucht dort gefunden. Die Erzdiözese hat Gemeinderäume als Unterkunft zur Verfügung gestellt. Viele soziale Projekte, wie Schulen und Krankenhäuser, unterstützen die Menschen. „Im Krieg gibt es keine Atheisten“, erzählt Erzbischof Volodymyr, gerade die Soldaten an der Front fragen nach Rosenkränzen und Kreuzen, die ihnen Halt geben und Trost spenden. Auch Militärseelsorger leisten ihren Dienst. Gerade in diesen Zeiten sei es die Aufgabe der  Kirche, den Menschen Trost und Halt zu geben. Was ihm Hoffnung mache, sei die große Unterstützung vieler Menschen, besonders auch in Deutschland, die die Ukraine in vielerlei Hinsicht nicht vergessen. Er bittet uns um unser Gebet für die Menschen in der Ukraine und versichert uns seines Gebetes.