Gemeinschaft

Christus, dem wahren König

Unter diesem Leitspruch leben in der Abtei Königsmünster Mönche nach der Regel des Heiligen Benedikt. Vor 1500 Jahren verfasst, gibt sie auch heute noch Orientierung und Rahmen für ein Leben als Christ. „Ora et labora“ – so wird diese Regel oft kurz gefasst und drückt damit aus, dass die Arbeit und die Sorge um den Lebensunterhalt für uns Benediktiner ebenso wichtig sind wie das Gebet. Das Leben in der Gemeinschaft bietet die Grundlage durch vielfältige Begabungen um den Alltag zu leben und zu gestalten. Gemeinsam leben und feiern wir unseren Glauben und engagieren uns in den unterschiedlichsten Feldern.

Die Abtei Königsmünster gehört zur Kongregation der Missionsbenediktiner von Sankt Ottilien. Von dort kamen 1928 die ersten zehn Mönche um ein neues Kloster zu gründen und die Leitung der Städtischen Rektoratsschule zu übernehmen.

1932 wurde die junge Gemeinschaft zum selbständigen Priorat erhoben. P. Linus Leberle OSB wurde ihr erster Prior. Auf der Höhe des „Dünnefeldes“, dem heutigen „Klosterberg“, wurde mit dem Bau des ersten Klosterflügels begonnen. Dem weiteren Ausbau setzte das nationalsozialistische Regime ein Ende, als es 1941 das Kloster enteignete und die Mönche vertrieb.

Als die Brüder nach dem Krieg wieder zurück kamen, setzten sie den Schuldienst fort und nahmen die Arbeit in den Handwerksbetrieben und der Landwirtschaft wieder auf. 1956 wurde das Kloster zur Abtei erhoben und Pater Harduin Bießle OSB zum ersten Abt gewählt. Es setzte eine rege Bautätigkeit ein. Die Schule wurde in mehreren Bauabschnitten erstellt und wird heute als Gymnasium der Benediktiner von rund 700 Schülerinnen und Schülern besucht.

25 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde am 1. September 1964 die neue Abteikirche als Friedenskirche Christus dem Friedenskönig geweiht. In den folgenden Jahren dienten weitere Bauten dem Wachstum der Gemeinschaft (1987 Erweiterung des Klosterbaus) und der zunehmenden Zahl von Gästen. 1981 wurde die OASE als „Haus der Besinnung und Begegnung“ eröffnet und 2001 das „Haus der Stille“ eingeweiht.

Was heute in den unterschiedlichen Betrieben produziert wird, kann in der Abteigaststätte im Abteiforum probiert und im Abteiladen erworben werden.

Wie die Abteikirche im Mittelpunkt der Abtei liegt, so bildet das Gebet Mittelpunkt und Rahmen des täglichen Lebens. Zu allen Gottesdiensten sind Sie herzlich eingeladen!

Heute gehören zur Abtei circa 50 Mönche. Einer wirkt in Korea, fünf leben in der Cella Sankt Benedikt in Hannover.

Ausführlich beschrieben ist das Selbstverständnis der Abtei in unserem Leitbild.