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Führer der großen Weltreligionen haben am 14. Mai 2020 einen weltweiten Gebetstag zur Unterstützung der Betroffenen angesichts der Corona-Pandemie ins Leben gerufen. Papst Franziskus hat am 3. Mai alle Katholiken aufgefordert, sich dieser religionsübergreifenden Initiative anzuschließen. Auch wir haben uns diesem Aufruf angeschlossen. So haben wir unsere Mittagshore mit einem besonderen Gebet abgeschlossen, das eigens für diesen Tag geschrieben wurde:

Guter Gott!
Wir durchleben außergewöhnliche Zeiten. Du hast uns die Zusage gegeben, auch in den schwersten Zeiten bei uns zu sein. Du bist uns nahe, wenn wir die Nähe zu allen anderen meiden müssen. Wir kommen heute – Gläubige aller Religionen, weltweit, getrennt und doch gemeinsam – zu dir, vertrauen dir unsere Sorgen an und bitten dich:
Schenke allen Menschen die Zuversicht deiner Gegenwart, stärke sie in schweren Stunden und führe sie durch die Krise. Zu dir kommen wir voll Vertrauen, dich bitten wir, dich preisen wir in Ewigkeit. Amen.

 

Vom Freitag, den 20.03., bis einschließlich Gründonnerstag wollen wir uns der Gebetsgemeinschaft verschiedenster Kirchen in unserer Region anschließen und werden jeden Abend um 19.30 Uhr unsere Glocken als Zeichen der Solidarität und Verbundenheit mit den Menschen läuten. In einer Mitteilung des Pastoralen Raumes Meschede-Bestwig heißt es dazu:

Der Corona-Virus fordert die Gesellschaft und schränkt das Leben der Menschen auf existentielle Weise ein. Trotzdem gilt es zuversichtlich zu bleiben und auf Gottes gute Wegbegleitung zu vertrauen. Öffentliche Gottesdienste können derzeit leider nicht gefeiert werden. Aber durch das gleichzeitige Gedenken und Beten beim Läuten der Glocken und beim Lichterschein werden auch Einzelne an unterschiedlichen Orten zu einer lebendigen Gemeinschaft. Die katholische, evangelische und die evangelisch-freikirchlichen Gemeinden in Meschede und Bestwig laden deshalb aufgrund der Corona-Pandemie herzlich zu einem Hoffnungszeichen in den kommenden Tagen ein:

Wir möchten mit Ihnen – wie bereits auch in anderen Gemeinden praktiziert wird – einmal am Tag ganz bewusst in Solidarität Stille halten und beten. Jeden Abend zunächst bis einschließlich Gründonnerstag werden die Glocken der Kirchen um 19.30 Uhr dazu einladen. Bitte zünden Sie in Ihrem Zuhause dann eine Kerze an und stellen Sie diese sichtbar auf die Fensterbank, so dass die Nachbarschaften miteinander verbunden werden können. Wir laden Sie ein, als einzelne und gemeinsam in den Wohnungen und Häusern zu einem Augenblick des Innehaltens, der Stille und des Gebetes.

Das abschließende Vater-unser verbindet uns nicht nur als Christen miteinander, sondern mit allen Menschen, die in diesen Tagen in Sorge und besonders gefordert sind. So bleiben wir in dieser schwierigen Zeit Lichtzeugen und eine solidarische Gebetsgemeinschaft. Bitte machen Sie mit!

Als klösterliche Gemeinschaft halten wir auch weiterhin unser Stundengebet. Falls Sie ein Gebetsanliegen haben, können Sie uns das gerne über Email, Facebook, Twitter oder Instagram mitteilen. Ebenso sind Sie eingeladen, auf unserer Website eine Kerze zu entzünden. Und natürlich steht auch unsere Kirche tagsüber zum persönlichen Gebet offen.

Kommen Sie gut durch diese Zeit – und bleiben Sie gesund!