Abtei Königsmünster Meschede
  • Startseite
  • Abtei
    • Gemeinschaft
    • Gottesdienste
    • Königsmünster LIVE
    • Zu Gast in der Klausur
    • Kloster auf Zeit
    • Mönch werden
    • Spenden
    • Cella Sankt Benedikt
    • Freundeskreis
    • Oblatengemeinschaft
    • Bibliothek
  • Mission
    • Missionsprokura
    • Projekte
    • Unterstützen Sie uns
    • Bildung für Tansania
    • Cella Sankt Benedikt
  • Gäste
    • Haus der Stille
      • Info und Organisatorisches
      • Kursprogramm
      • Kursleitungen
    • Oase
      • Info und Organisatorisches
      • Kursprogramm
      • Renovierung Oase
      • Schulbesinnungstage
      • Angebote für Erzieher*innen
      • Kursleitungen
    • Jugendbildung
      • Oberstufenakademie
      • Studium Generale
      • Wanderwoche
      • Firmvorbereitung
      • Ministranten
      • Spenden
    • Spirituelle Angebote
      • Abteiführungen
      • Einkehrtage
      • Stille Meditation
      • Kloster auf Zeit
      • Klosterweg
    • Veranstaltungen
      • AdventsMarkt
      • AbteiSommer
      • Abteikonzerte
    • Abteigaststätte
    • Beratungsstelle
    • Abteiladen
    • Ein Tag im Kloster
    • Zu Gast in der Klausur
    • Gruppenangebote
  • Betriebe
    • Online-Shop
    • Abteiläden
    • Abteigaststätte
    • Lebensmittel
    • Schmiede
    • Tischlerei
    • Weberei
  • Jugend
    • Oase
    • Gymnasium der Benediktiner
    • Shûdôin Dôjô
  • Seelsorge
    • Impulse
    • Predigten
    • Gottesdienste
    • Königsmünster LIVE
    • Kerzen entzünden
    • Beichte
    • Beratungsstelle
  • Aktuelles
    • Nachrichten
    • Veranstaltungen
    • Kontakt
    • Veröffentlichungen
    • Prävention
    • Jobs
  • Spenden
    • Spenden
    • Projekte
    • Spenden für besondere Anlässe
    • Erben
    • Mission einmal anders
    • Wohlfahrtsmarken
    • Benediktuswerk
    • Messstipendien
    • Team
  • Stammgast-Login
  • Suche
  • Menü Menü

Predigt am 14. Sonntag im Jahreskreis (6.7.2025)

Predigt

von P. Marian Reke OSB

Bild: Ari

Lesung aus dem Buch Jesaja 66, 10–14c

Freut euch mit Jerusalem und jauchzt in ihr alle, die ihr sie liebt! Jubelt mit ihr, alle, die ihr um sie trauert, auf dass ihr trinkt und satt werdet an der Brust ihrer Tröstungen, auf dass ihr schlürft und euch labt an der Brust ihrer Herrlichkeit! Denn so spricht der Herr: Siehe, wie einen Strom leite ich den Frieden zu ihr und die Herrlichkeit der Nationen wie einen rauschenden Bach, auf dass ihr trinken könnt; auf der Hüfte werdet ihr getragen, auf Knien geschaukelt. Wie einen Mann, den seine Mutter tröstet, so tröste ich euch; in Jerusalem findet ihr Trost. Ihr werdet es sehen und euer Herz wird jubeln und eure Knochen werden sprossen wie frisches Grün. So offenbart sich die Hand des Herrn an seinen Knechten.

Je älter ich werde, umso mehr Erinnerungen gehen mir durch Kopf und Herz. Als ich die Lesung von heute in der Bibel aufschlug, um mich auf die Predigt vorzubereiten, kam mir Johannes Paul I. in den Sinn. Anlässlich der kürzlichen Papstwahl wurde in den Medien auch dieser Vorgänger Leos XIV. erwähnt. Sein Kennzeichen war das freundliche Lächeln, mit dem er sich den Menschen zuwandte.

Nur einen September lang im Drei-Päpste-Jahr 1978 verkörperte Johannes Paul I. jenen Geist, der das Angesicht der Erde erneuert: den göttlichen Geist der Menschenfreundlichkeit. Er spricht auch aus den Worten des Pro­pheten Jesaja, die wir vorhin gehört haben: Worte voller Zärtlichkeit, Trostworte, Worte einer mütterlichen Zuneigung. Ich erinnere mich an einen Satz, mit dem dieser Papst – lange vor dem für seine Sponti-Sprüche bekannten Franziskus – nicht nur in kirchlichen Kreisen einige Verwirrung gestiftet und vor allem in den Medien ein großes Echo gefunden hat. Vor einer großen Menschenmenge sagte er, als sei es die größte Selbstverständlichkeit: „Gott ist nicht nur Vater, sondern auch und mehr noch Mutter!“

Johannes Paul I. wollte allen klarmachen, dass Gott kein Mann ist, dass vielmehr das Geheimnis allen Seins, das wir Gott nennen, männliche und weibliche Züge trägt. Und: Er wollte die Praxis dieser These! Er signalisierte einen neuen Stil. Die Zeichen standen auf Veränderung – auch und gerade für die sogenannte Amtskirche und das Amt in der Kirche. Dann über Nacht war er tot. Spürte der feinsinnige Mann, dass die Verwirklichung dieser Vision in der real existierenden römischen Kirche seine Kräfte überstieg?

Liebe Gemeinde, diese Aussage lag ganz auf der Linie, die sich wie ein roter Faden durch die heutige Lesung aus dem letzten Kapitel im Buch Jesaja zieht. Da ist die Rede von Jerusalem – der Hauptstadt Israels – als einer Mutter. Jerusalem war im wörtlichen Sinn die Metropole Israels. Dieser aus dem Griechischen stammende Begriff bedeutet ursprünglich Mutterstadt. Wie sonst könnte Jesaja über Jerusalem sagen: „Saugt euch satt an ihrer tröstenden Brust, trinkt und labt euch an ihrem mütterlichen Reichtum!“ So stand es in der Einheitsübersetzung der Bibel, die 1980 erschien.

Ein wunderbares Wort! Mütterlicher Reichtum: Dazu gehört tröstende Nähe, helfendes und heilendes Verstehen, Geborgenheit. Dazu gehört Liebe, die nährt und wachsen lässt. Dazu gehört auch die schönste aller Gaben, die Freigabe, denn eine Mutter sollte ihre Kinder nicht nur erziehen, sondern ziehen lassen.

Diesen mütterlichen Reichtum, den Reichtum Jerusalems wünsche ich uns in der Kirche. Weltweit und vor Ort. Auch unser Kloster, meine Brüder, lebt von der Quelle mütterlichen Reichtums. Im 72. Kapitel der Benediktsregel kommt das unüberhörbar zur Sprache: der „gute Eifer“, von dem da die Rede ist, bringt hervor: gegenseitige Geduld, zuvorkommendes Verhalten, achtsame Fürsorge.

Meine Schwestern und Brüder, mütterlicher Reichtum ist für jeden einfach lebensnotwendig – auch in der Gesellschaft! Gerade mütterlicher Reichtum könnte die Not der Gegenwart hierzulande wenden helfen. Die Not des inneren Menschen! Ohne die äußeren Nöte gering zu achten, meine ich in erster Linie die Ärmlichkeit der Herzen, die Verarmung der Seele infolge einer Vorherrschaft des männlichen Reichtums, der in der Sicht der Benediktsregel eher dem „bösen Eifer“ der Bitterkeit und des Ressentiments entstammt. Männlicher Reichtum – absolut gesetzt – geht auf Kosten der Seele des Menschen, die samt des Herzens im Klima bloßen Profitdenkens und schon in jungen Menschen angekurbelten Karrierestrebens krank werden muss. Es ist klar, dass dieser männliche Reichtum nicht nur eine Versuchung für Männer darstellt. Er ist eine Versuchung für alle. Über die positiven Seiten eines männlichen oder väterlichen Reichtums gäbe es allerdings auch viel zu sagen. Das aber ist heute nicht dran.

Mütterlicher Reichtum jedenfalls ist Reichtum an Liebe und das heißt letztlich Reichtum von Gott her, denn Gott ist Liebe. Hier gilt das Bibelwort: „Was hättest du, wenn du es nicht empfangen hättest?“ Wenn doch Gott den oft enttäuschten und mutlosen, den an den bestehenden Verhältnissen in Politik und Wirtschaft krankenden, den verunsicherten Menschen unserer Zeit, wenn uns allen Gott das sagen könnte: in der Kirche findet ihr meinen Trost. Nicht die schwächliche Vertröstung auf ein jenseitiges Irgendwann, nicht nur die trost-spenden-sollende Innerlichkeit, nicht nur eine bestens organisierte, aber blut- und blickleere, eine trostlose Nächstenliebe. Nein, in der Kirche findet ihr meinen Trost: ein konkretes, leidenschaftliches Engagement mit den Menschen, eine zärtliche Zuneigung ohne Berührungsangst, ein kraftvoll großzügiges Miteinanderteilen, eine verwundbare Liebe.

Allein das kann doch den Menschen wirklich trösten, das heißt – der Grundbedeutung von Trost entsprechend – ihm festen Stand und Wagemut geben. Allein das kann doch einem trauernden Menschen helfen, den bloßen Blick zurück wieder nach vorn zu wenden. Allein das kann einen gebrochenen Menschen aufrichten und stützen, den Schwachen stärken, ein enttäuschtes Herz wieder hoffen lassen.

Mit den Worten des Jesaja gesagt: „Wenn ihr das seht – meinen Trost, in Jerusalem, in der Kirche – wird euer Herz sich freuen!“ .

07.07.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG_2689.jpg 2048 1536 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-07-07 08:45:042025-07-16 01:24:24Predigt am 14. Sonntag im Jahreskreis (6.7.2025)
Search Search

Neueste Beiträge

  • Sommererlebnisabend TRÄUMEN
  • Der AbteiSommer ist eröffnet
  • Predigt am 13. Sonntag im Jahreskreis (28.06.2026)
  • Erdbeben in Venezuela
  • Tag der offenen Gärten und Parks

Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie aktuelle Infos zu geänderten Gottesdienstzeiten im Blickpunkt, den Gruß aus der Abtei Königsmünster, den Jahresbericht und das Gastprogramm.

Hinweis zum Datenschutz

Kategorien

  • Abtei
  • Abteiwaren
  • Ägypten
  • Augenklinik Tororo
  • Gastbereich
  • Glocke für Mvimwa
  • Haus der Stille
  • Impuls
  • Jobs
  • Kuba
  • Mission
  • Mosambik
  • Mvimwa
  • Oase
  • Predigt
  • Turmsanierung
  • Ukraine
  • Unkategorisiert
Beliebt
  • Friedensgebet08.03.2022 - 15:43
  • Schmecken – Das Finale der Sommererlebnisabende04.08.2022 - 15:27
  • Aschermittwoch26.02.2020 - 15:34
  • Predigt am 3. Fastensonntag 202015.03.2020 - 20:35
Kürzlich
  • Sommererlebnisabend TRÄUMEN22.07.2026 - 08:54
  • Der AbteiSommer ist eröffnet13.07.2026 - 09:09
  • Pixabay
    Predigt am 13. Sonntag im Jahreskreis (28.06.2026)29.06.2026 - 09:14
  • Erdbeben in Venezuela25.06.2026 - 16:31
Kommentare
  • Es ist einfach toll, dass Ihr so gut organisiert seid. Danke...16.03.2022 - 17:54 von Klebefolien
Schlagworte
Abtei Abteiforum AbteiGaststätte Abteigespräch Abteiladen Abteisommer Advent Christkönig Corona Coronavirus Fastenzeit Frieden Gebet Geburtstag Gemeinschaft Geschichte Gottesdienste Gruß Gründonnerstag Impuls Karfreitag Karsamstag Karwoche Kirche Kloster Konzil Liturgie Meditation Mission Mosambik Mvimwa Neujahr O-Antiphon Oase Ostern Osterzeit Pfingsten Predigt Schule Silvester Spiritualität Stundengebet Tansania Ukraine Weihnachten

Kontakt

Abtei Königsmünster
Klosterberg 11
59872 Meschede


Telefon
Zentrale     0291.2995-0
Gastbereich     0291.2995-210
Abteiladen     0291.2995-109
Abteigaststätte     0291.2995-139
Schule     0291.9968-0

Kerze entzünden

Hier können Sie eine virtuelle Kerze auf unserer Homepage entzünden. Wir Mönche nehmen Ihr Anliegen mit ins Gebet

Kerze entzünden

Spenden

Unterstützen Sie unsere Arbeit auf dem Klosterberg und weltweit.

Online spenden

Spendenkonto
Pax-Bank für Kirche und Caritas eG
BIC: GENODED1PAX
IBAN: DE17 3706 0193 1051 5480 07

Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie aktuelle Infos zu geänderten Gottesdienstzeiten im Blickpunkt, den Gruß aus der Abtei Königsmünster, den Jahresbericht und das Gastprogramm.

Hinweis zum Datenschutz

Impressum  |  Datenschutz  |  AGB  |  Missbrauchsprävention  | Kursleitungs-Login  |  Jobs

  • Link zu X
  • Link zu Facebook
  • Link zu Instagram
  • Link zu Youtube
Link to: Abteigespräch mit Alice Hasters Link to: Abteigespräch mit Alice Hasters Abteigespräch mit Alice Hasters Link to: Zertifikatsverleihung der Jungen Akademie Link to: Zertifikatsverleihung der Jungen Akademie Zertifikatsverleihung der Jungen Akademie
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen