Ausstellungseröffnung „25 Jahre Haus der Stille“
Am Sonntag, den 30. August 2026, fand im Atrium der Abtei Königsmünster die Eröffnung einer Ausstellung zum 25jährigen Bestehen des Hauses der Stille statt. Sie zeigt Modelle und Bilder aus der Entstehungszeit des Hauses der Stille, das im August 2001 eingeweiht worden ist. Abt Stephan, Christine Schlering-Bertelsmeyer, Br. Anno und Br. Benjamin haben die Ausstellung organisiert und konnten so manches Dokument aus dem Archiv zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentieren. Vor allem wird in dieser Ausstellung der 2024 verstorbene Architekt Peter Kulka gewürdigt, den mit der Abtei Königsmünster eine 21jährige Geschichte verbindet: Als Büroleiter von Hans Schilling wirkte er schon Anfang der 1980er Jahre beim Bau der OASE mit, konzipierte dann den 1987 fertiggestellten Klosterneubau und krönte sein Engagement mit dem mehrfach ausgezeichneten Haus der Stille.
Abt Cosmas, der selbst einer der ersten Leiter des Hauses der Stille war, begrüßte die Anwesenden und betonte, dass das Haus der Stille so konzipiert sei, dass es den Eintretenden in die Wahrnehmung seiner selbst führe. Die stellvertretende Landrätin des Hochsauerlandkreises, Frau Hiltrud Schmidt, würdigte in einem Grußwort die Bedeutung der Abtei Königsmünster und des Hauses der Stille in der Region des Hochsauerlandes wir auch über die Region hinaus.
Abt Stephan Schröer, der an Planung und Realisierung des Hauses der Stille maßgeblich beteiligt war, führte in persönlichen Erinnerungen in die Ausstellung ein. Das Haus der Stille sei kein fertiges Projekt, sondern aus damaligen kirchlichen und gesellschaftlichen Suchbewegungen entstanden. Er betonte dabei vor allem die gute Zusammenarbeit von Peter Kulka und seinem Team mit den Mönchen der Abtei. In den Bausitzungen, in die immer der ganze Konvent miteinbezogen war, sei es mitnichten nur harmonisch zugegangen, sondern es habe durchaus auch Auseinandersetzungen gegeben, die dann gemeinsam einer guten Lösung zugeführt werden konnten.
Die Ausstellung, die bis zum 27. September zu den Öffnungszeiten der Klosterpforte zu sehen ist, zeigt auch bisher unveröffentlichte Stücke aus der Bauzeit des Hauses der Stille. So zeigt ein Bild die erste Skizze des Hauses von Peter Kulka, die bei einem Restaurantbesuch in Ermangelung von Papier auf einer Tageszeitung entstanden ist.







Andreas Weller