Abtei Königsmünster Meschede
  • Startseite
  • Abtei
    • Gemeinschaft
    • Gottesdienste
    • Königsmünster LIVE
    • Zu Gast in der Klausur
    • Kloster auf Zeit
    • Mönch werden
    • Spenden
    • Cella Sankt Benedikt
    • Freundeskreis
    • Oblatengemeinschaft
    • Bibliothek
  • Mission
    • Missionsprokura
    • Projekte
    • Unterstützen Sie uns
    • Bildung für Tansania
    • Cella Sankt Benedikt
  • Gäste
    • Haus der Stille
      • Info und Organisatorisches
      • Kursprogramm
      • Kursleitungen
    • Oase
      • Info und Organisatorisches
      • Kursprogramm
      • Renovierung Oase
      • Schulbesinnungstage
      • Angebote für Erzieher*innen
      • Kursleitungen
    • Jugendbildung
      • Oberstufenakademie
      • Studium Generale
      • Wanderwoche
      • Firmvorbereitung
      • Ministranten
      • Spenden
    • Spirituelle Angebote
      • Abteiführungen
      • Einkehrtage
      • Stille Meditation
      • Kloster auf Zeit
      • Klosterweg
    • Veranstaltungen
      • AdventsMarkt
      • AbteiSommer
      • Abteikonzerte
    • Abteigaststätte
    • Beratungsstelle
    • Abteiladen
    • Ein Tag im Kloster
    • Zu Gast in der Klausur
    • Gruppenangebote
  • Betriebe
    • Online-Shop
    • Abteiläden
    • Abteigaststätte
    • Lebensmittel
    • Schmiede
    • Tischlerei
    • Weberei
  • Jugend
    • Oase
    • Gymnasium der Benediktiner
    • Shûdôin Dôjô
  • Seelsorge
    • Impulse
    • Predigten
    • Gottesdienste
    • Königsmünster LIVE
    • Kerzen entzünden
    • Beichte
    • Beratungsstelle
  • Aktuelles
    • Nachrichten
    • Veranstaltungen
    • Kontakt
    • Veröffentlichungen
    • Prävention
    • Jobs
  • Spenden
    • Spenden
    • Projekte
    • Spenden für besondere Anlässe
    • Erben
    • Mission einmal anders
    • Wohlfahrtsmarken
    • Benediktuswerk
    • Messstipendien
    • Team
  • Stammgast-Login
  • Suche
  • Menü Menü

Predigt an Ostersonntag (5.4.2026)

Predigt

von Br. Anno Schütte OSB

Können wir Ostern, Auferstehung – neues Leben – feiern, ernsthaft und froh, in dieser Welt? Sie ist erschüttert: Von Brüchen, Rechtsbrüchen, Krisen, Kriegen – kleinen und großen, von Ignoranz und Gewalt – davon auch medial aufgeheizt. Kann Auferstehung feiern ein Aufbruch werden, um in begründeter Hoffnung nach Lösungen zu suchen, die eine lebens- und liebenswerte Zukunft ermöglichen?

Das Leben des Juden Jesus fiel in eine Zeit, die mindestens so von Gewalt und Perspektivlosigkeit geprägt war wie unsere: Er lebte in einer Randprovinz des römischen Imperiums, erobert und beherrscht für scheinbar ewige Zeiten. Ganz oben im System ließ sich ein diktatorischer Kaiser als Gott verehren. Viele wurden ausgebeutet, versklavt, andere schwelgten im Reichtum, viele liefen gleichgültig angepasst mit, Nonkonformisten wurden ausgegrenzt oder gleich mörderisch beseitigt.

Auch in Sachen Religion keine freie Gleichberechtigung: Argwöhnisch kontrollierten die Römer das Glaubensleben der Juden und schlugen zu, sobald sie ihre Macht bedroht sahen. Auch das Judentum war inhaltlich und strukturell in Gewalt- und Machtstrukturen erstarrt – Jesus wurde auch Opfer der Konflikte mit Schriftgelehrten, Hohepriestern und einem wilden Mob.

In genau so eine Welt, damals wie heute, geht Gott ein und steht in ihr auf: In diesem Jesus und in seiner Auferstehung offenbart er sich endgültig und unüberbietbar: Gott schenkt Leben und will, dass alle leben – auch im Tod. Im Grunde gibt es keinen Tod, weil Gott als Lebens-Grund da ist, für uns – immer und überall. Ostern feiern ist Annahme und Einübung dieses Angebots. Wir erleben es vor allem im Sich-von-Gott-lieben-lassen, wir üben und vertiefen es durch menschlich kreatürliches Lieben – immer neu, vielleicht in kleinen Schritten als Anfänger auf unserem Lebensweg. Gottes Lieben, durch Jesus offenbart, lässt uns auferstehen, immer wieder, jetzt und hier – heute feiern wir das besonders.

Das Osterevangelium erzählt, wie Maria schrittweise diese Wahrheit in sich einlässt und in sie hineinwächst. Sie wird zum Beispiel eines Menschen, der trotz katastrophaler Lage aufbricht und tapfer tut, was möglich ist. Das hatte Jesus vorgelebt und dem will sie weiter folgen. Die neue Gegenwart Jesu offenbart sich ihr und das teilt sie der Welt mit. – Wir können von ihr lernen!

Es beginnt mit einem Besuch am Grab Jesu. Vor zwei Tagen hatte man ihren geliebten Jesus am Kreuz brutal hingerichtet – ganz nah hatte sie das erlebt. Er war total gescheitert – seine ganze Jüngerschaft hatte sich aufgelöst. Mit ihm waren das richtig gute Leben und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft gestorben und begraben – gerade auch für sie als Frau in einer patriarchal dominierten Gesellschaft.

Sie geht allein und noch im Dunkel zum Grab – Trauer und Sehnsucht ziehen sie dorthin. Sie lässt sich nicht einsperren in den finsteren Teufelskreis der erlittenen Gewalt, sondern bricht mutig und selbstbestimmt auf, um wenigstens in der Nähe des toten Jesus Trost zu finden.

Am Grab sieht sie nur die äußere Veränderung: Der Stein ist weggenommen. Die oberflächlich äußere Sichtweise erweckt in ihr einen Verdacht, mit dem sie zu Petrus und dem anderen Jünger eilt: „Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen … .“ Noch steckt sie fest in der Verlusterfahrung, das Neue im Grabesinneren erschließt sich ihr noch nicht.

Die beiden Jünger laufen hin, trauen sich weiter und gehen in das Grab hinein. Sie entdecken die herumliegenden Spuren eines verschwundenen Toten: Auch sie suchen noch einen Toten – das unglaublich neue Leben?: Fehlanzeige. Auch wenn der eine seinen Glauben bekennt, entfaltet er keine Wirkung: Sie bleiben stumm und kehren nach Hause zurück – kein Aufbruch, eher ängstlicher Rückzug.

Maria bleibt –  draußen vor dem Grab – und weint. Schmerz und Trauer fließen aus ihr heraus – bricht da eine neue Lebensquelle auf? Ermutigt wagt sie ins Grab zu schauen – sie will dem Geheimnis tiefer nachgehen und es ergründen. Engel, die Gesandten Gottes, sind da – und sprechen sie an: „Frau, warum weinst Du? Wen suchst Du?“ Die Engel spenden keinen billigen Trost – sie nehmen sie Ernst. Dieser Liebesdienst stärkt zu neuer Bewegung: Sie wendet sich um – und sieht Jesus. Der respektiert ihre verzweifelte Lage und fragt: „Wen suchst Du?“ Jesus zentriert ihre Suche, bereitet sie vor auf die Begegnung mit ihm. Denn noch ist sie nicht so weit, hält ihn für den Gärtner – noch immer sucht sie einen Toten: „Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast!“ Schließlich offenbart sich Jesus: Nicht, in dem er sich in den Mittelpunkt stellt, sondern indem er ihr seine Aufmerksamkeit, seine Präsenz schenkt: Schlicht und einfach spricht er sie an: „Maria!“ – sonst nichts – nur ihr Name. Er meint sie als Person, er interessiert sich für sie – mit ihrem Namen würdigt er ihre Einzigartigkeit. Das bleibt nicht ohne Wirkung: Maria wendet sich zum zweiten Mal – nun ist sie ganz umgekehrt aus der Perspektive der Totensuche und nennt Jesus einfach nur „Rabbuni – Meister“. Das drückt eine lebendige Beziehung aus – er war und ist ihr Lebensmeister.

Das eröffnet Zukunft, da will sie bei ihm bleiben, ihn an sich binden und festhalten. Weil Leben und Lieben aber gerade nicht haben und festhalten bedeutet, weist Jesus sie bestimmt an: „Halt mich nicht fest!“ Leben im Sinne Jesu heißt: Frei-Geben – und darin empfangen, Teilen und Mit-Teilen und darin beschenkt werden. Darin erfahren wir Sinn, durch Sinnesfreude. Denn es ist Gottes Freude in der Schöpfung zu sein – bis in alle Lebensgräber hinein, um in ihnen aufzuerstehen.

Jesus wird zum Vater heimkehren und sendet Maria zu den Jüngern. Er vertraut ihr seine auferstandene Gegenwart an um sie zu verkünden. Das kommt bei den Jüngern an – bis zu uns hin und weit über uns hinaus. Das ist Grund zu feiern! Alleluja!

06.04.2026
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2026/04/1000218020kl.jpg 768 576 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2026-04-06 14:10:322026-04-06 14:10:32Predigt an Ostersonntag (5.4.2026)
Search Search

Neueste Beiträge

  • Der AbteiSommer ist eröffnet
  • Predigt am 13. Sonntag im Jahreskreis (28.06.2026)
  • Erdbeben in Venezuela
  • Tag der offenen Gärten und Parks
  • Feier der „kleinen“ Professjubiläen

Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie aktuelle Infos zu geänderten Gottesdienstzeiten im Blickpunkt, den Gruß aus der Abtei Königsmünster, den Jahresbericht und das Gastprogramm.

Hinweis zum Datenschutz

Kategorien

  • Abtei
  • Abteiwaren
  • Ägypten
  • Augenklinik Tororo
  • Gastbereich
  • Glocke für Mvimwa
  • Haus der Stille
  • Impuls
  • Jobs
  • Kuba
  • Mission
  • Mosambik
  • Mvimwa
  • Oase
  • Predigt
  • Turmsanierung
  • Ukraine
  • Unkategorisiert
Beliebt
  • Friedensgebet08.03.2022 - 15:43
  • Schmecken – Das Finale der Sommererlebnisabende04.08.2022 - 15:27
  • Aschermittwoch26.02.2020 - 15:34
  • Predigt am 3. Fastensonntag 202015.03.2020 - 20:35
Kürzlich
  • Der AbteiSommer ist eröffnet13.07.2026 - 09:09
  • Pixabay
    Predigt am 13. Sonntag im Jahreskreis (28.06.2026)29.06.2026 - 09:14
  • Erdbeben in Venezuela25.06.2026 - 16:31
  • Tag der offenen Gärten und Parks13.06.2026 - 16:02
Kommentare
  • Es ist einfach toll, dass Ihr so gut organisiert seid. Danke...16.03.2022 - 17:54 von Klebefolien
Schlagworte
Abtei Abteiforum AbteiGaststätte Abteigespräch Abteiladen Abteisommer Advent Christkönig Corona Coronavirus Fastenzeit Frieden Gebet Geburtstag Gemeinschaft Geschichte Gottesdienste Gruß Gründonnerstag Impuls Karfreitag Karsamstag Karwoche Kirche Kloster Konzil Liturgie Meditation Mission Mosambik Mvimwa Neujahr O-Antiphon Oase Ostern Osterzeit Pfingsten Predigt Schule Silvester Spiritualität Stundengebet Tansania Ukraine Weihnachten

Kontakt

Abtei Königsmünster
Klosterberg 11
59872 Meschede


Telefon
Zentrale     0291.2995-0
Gastbereich     0291.2995-210
Abteiladen     0291.2995-109
Abteigaststätte     0291.2995-139
Schule     0291.9968-0

Kerze entzünden

Hier können Sie eine virtuelle Kerze auf unserer Homepage entzünden. Wir Mönche nehmen Ihr Anliegen mit ins Gebet

Kerze entzünden

Spenden

Unterstützen Sie unsere Arbeit auf dem Klosterberg und weltweit.

Online spenden

Spendenkonto
Pax-Bank für Kirche und Caritas eG
BIC: GENODED1PAX
IBAN: DE17 3706 0193 1051 5480 07

Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie aktuelle Infos zu geänderten Gottesdienstzeiten im Blickpunkt, den Gruß aus der Abtei Königsmünster, den Jahresbericht und das Gastprogramm.

Hinweis zum Datenschutz

Impressum  |  Datenschutz  |  AGB  |  Missbrauchsprävention  | Kursleitungs-Login  |  Jobs

  • Link zu X
  • Link zu Facebook
  • Link zu Instagram
  • Link zu Youtube
Link to: Predigt an Gründonnerstag (2.4.2026) Link to: Predigt an Gründonnerstag (2.4.2026) Predigt an Gründonnerstag (2.4.2026) Link to: Frohe Ostern! Link to: Frohe Ostern! Frohe Ostern!
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen