Erdbeben in Venezuela
Die Nachrichten über das schwere Erdbeben in Venezuela haben bei uns Sorgen ausgelöst, denn mit der Abtei San José in Güigüe sind auch wir Missionsbenediktiner in diesem Land präsent. Heute erreichten uns Nachrichten von unserem Abtpräses Javier, der mit der kleinen Gemeinschaft in Kontakt steht:
Aus unserer Gemeinschaft in Güigüe haben uns Berichte über das Erdbeben erreicht, das sich gestern Nachmittag ereignet hat. Das Epizentrum lag nur etwas mehr als 70 Kilometer von unserem Kloster entfernt. Bei einer Stärke von 7,5 war klar, dass man es im Kloster deutlich gespürt hat. Das Gebäude ist solide gebaut und darauf ausgelegt, solchen Erschütterungen standzuhalten. Tatsächlich erzählte Pater Marco Antonio, wie die Säulen, auf denen das Gebäude ruht, um ihre eigene Achse schwankten. Es gab glücklicherweise keine Verletzten und auch keine schwerwiegenden Schäden am Gebäude, aber „ich dachte, der Kirchturm würde umfallen … es war richtig stark zu spüren“, sagt der Prior. Caracas ist schwer betroffen, und der internationale Flughafen von Maiquetía ist aufgrund schwerer Schäden außer Betrieb.
Neben der unsicheren politischen und wirtschaftlichen Situation ist das ein weiterer schwerer Schlag für die Menschen in Venezuela. Gerade in schwierigen Zeiten und Situationen ist das Zeugnis unserer Klöster wichtig: sie bleiben bei den Menschen und teilen ihre Sorgen und Nöte, lindern das schlimmste Leid und geben Hoffnung in einer hoffnungsarmen Welt. Dafür sind wir unseren Brüdern in Güigüe dankbar und bleiben mit ihnen im Gebet verbunden.



