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Predigt am 21. Sonntag im Jahreskreis (24.08.2025)

Abtei, Predigt

von Br. Karl-Leo Heller OSB

Liebe Schwestern und Brüder,

da bin ich nach zwei Jahren mal wieder mit der Predigt in der Abtei dran und dann bekomme ich so ein Evangelium. Das war mein erster Gedanke. Und der zweite Gedanke: Angst vor der Hölle kommt in meinem Glauben nicht wirklich vor. Im Alltag zweifele ich überhaupt nicht daran, in den Himmel zu kommen.

Vielleicht bin ich ja damit so ein typisch kölsch-katholischer Mensch. „Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel…“ Natürlich ist das ein Karnevalslied und nicht gerade eine biblische Aussage. Aber irgendwie spiegelt es doch etwas von meinem intuitiven Glauben wider. Denn er enthält ja eine tiefe Sehnsucht, die Sie vielleicht auch kennen: Am Ende soll es gut werden. Am Ende möchte ich – möchten wir getragen sein, geborgen sein, bei Gott ankommen.

Und doch klingt das heutige Evangelium anders. Jesus spricht von der engen Tür. Und er sagt: „Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür hineinzugelangen; denn viele, sage ich euch, werden hineinzukommen versuchen und es nicht können.“

Das klingt nicht Easy-Going. Es klingt nach Herausforderung, nach einer Tür, die nicht einfach weit offensteht, sondern an der man sich mühen muss.

Ich habe ein bisschen Widerstand: Warum so streng, Jesus? Warum so abgrenzend? Oder ist es vielleicht nur der Evangelist Lukas, der ja gern mal das eine oder andere Drohwort berichtet. Ich kann nicht glauben, dass es darum gehen soll, Menschen Angst zu machen oder auszugrenzen. Vielleicht will Jesus uns auf etwas ganz anderes aufmerksam machen.

Ich glaube, der kölsche Karnevalsschlager von Jupp Schmitz hat deshalb so viel Erfolg, weil wir in uns diese tiefe Sehnsucht tragen: Dass der Himmel weit ist. Dass Gottes Liebe größer ist als unsere Fehler. Dass wir am Ende nicht auf der Strecke bleiben.

Und tatsächlich: Das ist ja auch – und ganz wesentlich – die Botschaft des Evangeliums. Gott will, dass alle Menschen gerettet werden. Jesus selbst hat Menschen eingeschlossen, die andere ausgeschlossen haben: Zöllner, Kranke, Frauen, Kinder, sogar die Heiden.

Und trotzdem: Jesus verharmlost nicht. Er sagt nicht: „Alles egal, am Ende passt es schon.“ Sondern er macht deutlich: Gottes Liebe ist eine Einladung. Sie verlangt eine Antwort. Der Himmel ist weit – aber er ist kein Selbstläufer.

Das Bild der engen Tür wirkt auf den ersten Blick abweisend. Wer will schon durch eine enge Tür gehen, wenn daneben das große Tor offensteht? Aber wenn ich darüber nachdenke, wo mir Enge in meinem Leben wirklich erleben, dann sind es oft Situation aus meinem Alltag in der Praxis. Dann kommen Menschen mit einer Stimmstörung zu mir als Patienten. Und oft erzählen sie, natürlich nicht beim ersten Mal, aber nach einiger Zeit – von Spannungen und Konflikten in Ihrem Alltag. Sie sind aus der Liebe herausgefallen. Sie fühlen sich eng und bedrückt, und machen dabei ihre eigene Stimme eng. Und meistens noch viel mehr. Beziehungen zu lieben Menschen werden eng und schwierig. Manchmal denke ich: Ist das die enge Tür, von der Jesus spricht: In unserer Zeit, in unserer Welt, in unserer Kirche  – in der Zuversicht und in der Liebe zu bleiben?

Auch der heilige Benedikt spricht in seiner Regel von einem „Weg, der am Anfang nun einmal eng sein muss.“ Aber sogleich lenkt er die Perspektive auf das Herz, das sich weitet, um den Weg in unsagbar er Freude zu gehen.

„Bemüht euch mit allen Kräften“, sagt Jesus. Dieses Wort gefällt mir, weil es ehrlich ist. Es nimmt ernst, dass Glauben nicht immer leicht fällt.

Wir ringen ja ständig: mit Fragen der Gesundheit, mit der Zukunft der Kinder, mit Unsicherheiten im Beruf. Wir ringen mit Krisen in der Kirche und im Kloster, mit eigenen Zweifeln, mit der Frage, ob Gott wirklich hört, wenn wir beten.

Ich finde es sehr auffällig, dass Lukas uns unmittelbar vor diesen Worten von der Heilung einer Frau berichtet – wie es im biblischen Wort heißt- seit 18 Jahren von einem Dämon gekrümmt war und den Rücken nicht aufrichten konnte. In der sonntäglichen Leseordnung sind diese Verse als unbedeutend aussortiert und werden nicht gelesen. Als Körpertherpeut denk ich das natürlich unbedingt zusammen. Da ist die Enge, die Lebenstüren verschließen kann. Und Jesus sagt Ihr: „Du bist frei“. Wo Christus uns begegnet, da löst sich die Spannung, da weitet sich das Herz, da können wir aufatmen und wieder aufrecht stehen.“

Ich musste beim Evangelium an den Philosophen Hartmut Rosa und seine Gedanken zur Resonanz denken. Rosa sagt: Ein Leben gelingt dann, wenn wir uns berühren lassen – und wenn wir antworten. Nicht durch Kontrolle, nicht durch Wissen, nicht durch „alles im Griff haben“.

Genau das sehe ich hier bei Jesus: Er ruft uns, nicht weil wir perfekt sind, sondern weil wir bereit sind, uns berühren zu lassen. Die enge Tür ist kein Durchgang für die Starken, sondern für die, die ihre Schwäche nicht verstecken du es wagen, wieder mehr auf Gottes Liebe zu vertrauen in einem schwierigen Alltag.

Ich summe gerne den Schlager „Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel“ , auch wenn mein Verstand natürlich auch weiß, dass es so leicht nicht immer sein wird. Aber er trägt einen wahren Kern und erinnert mich freudig daran: Ja, Gottes Himmel ist weit. Ja, er will uns alle an seinem Tisch haben. Aber: Er lädt uns nicht in eine unverbindliche Feier ein, sondern in eine echte Beziehung.

Darum dürfen wir das Lied mit einem neuen Unterton singen. Nicht als billige Vertröstung, sondern als Ausdruck unserer Hoffnung: Wir kommen alle in den Himmel – nicht, weil es selbstverständlich wäre, sondern weil Christus uns die Tür geöffnet hat.

Und durch diese Tür dürfen wir hindurchgehen – Schritt für Schritt, im Ringen, im Bemühen, im Vertrauen, in der Hoffnung.  Und vielleicht singen die Engel im Himmel ja nicht nur Halleluja, sondern auch mal so einen Kölner Schlager, wäre doch schön. Zum Beispiel: „Wir sind alles kleine Sünderlein, war immer so, war immer so, …. der Herrgott wird uns das bestimmt verzeihen, war immer, immer so“ oder eben noch ganz anders….

25.08.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2024/12/P1000888.jpg 960 1280 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-08-25 08:21:432025-08-25 08:21:43Predigt am 21. Sonntag im Jahreskreis (24.08.2025)

Besuch osteuropäischer Seminaristen

Abtei

Es ist mittlerweile eine gute Tradition, dass uns einmal im Jahr einige Priesteramtskandidaten, die in verschiedenen Ländern Osteuropas Theologie studieren, besuchen, um das benediktinische Leben in Deutschland kennenzulernen. So konnten wir am Sonntag, 3. August 2025, neun Seminaristen aus Polen, Kroatien und Rumänien begrüßen, die zurzeit im Rahmen der Sozialakademie „Europa eine Seele geben“ mit Prälat Dr. Peter Klasvogt im Erzbistum Paderborn unterwegs sind. Die jungen Männer feierten das sonntägliche Konventamt mit uns. Im Anschluss daran gab es eine Kirch- und Klosterführung durch P. Vincent, dem ein Gespräch über die Situation des Ordenslebens in Deutschland und die Aufgaben und missionarische Arbeit unserer Gemeinschaft folgte. Ein einfaches Mittagessen in der AbteiGaststätte rundete den Besuch ab. Wir wünschen den Seminaristen einen guten Aufenthalt in Deutschland und Gottes Segen für ihre Zukunft!

05.08.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/08/20250803_104255.jpg 879 1280 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-08-05 08:50:032025-08-05 08:50:03Besuch osteuropäischer Seminaristen

Zertifikatsverleihung der Jungen Akademie

Abtei, Oase

 

07.07.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG-20250702-WA0000.jpg 1200 1600 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-07-07 13:56:542025-07-07 13:56:54Zertifikatsverleihung der Jungen Akademie

Abteigespräch mit Alice Hasters

Abtei

„Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“ – so lautet der Titel eines viel beachteten Buches der Journalistin und Autorin Alice Hasters, in dem sie über rassistische Erfahrungen berichtet, denen sie in ihrem Alltag oft ausgesetzt ist. In einem Abteigespräch war sie am Abend des 30. Juni 2025 bei uns zu Gast und las aus ihren Büchern. Es geht dabei nicht so sehr um den großen, „politischen“ Rassismus, sondern um ganz alltägliche Erfahrungen, die sich in scheinbar beiläufigen Verhaltensweisen und Redewendungen offenbaren. Oft sind sie gar nicht böse gemeint, sind aber in ihrer Fülle dennoch verletzend. So steht hinter der scheinbar interessierten Frage „Woher kommst du?“, wenn sie an eine Schwarze Frau gerichtet wird, oft das unausgesprochene „Woher kommst du wirklich?“, das ungläubig reagiert, wenn die Antwort in akzentfreiem Deutsch lautet: „Aus Köln.“ Alice Hasters berichtete von einer Spardose mit rassistischen Motiven, die sie in einem Laden ihrer Heimatstadt Köln gesehen hat. Es kostete sie damalsÜberwindung, dieses Motiv zur Sprache zu bringen. Doch ihre Überzeugung ist, dass Schweigen uns nicht schützt und dass es heilsamer sein kann, Dinge offen anzusprechen, um auf lange Sicht eine Veränderung in den Köpfen und Herzen ihrer Mitmenschen zu bewirken.

In einem zweiten Kapitel ging Frau Hasters auf die unselige Verbindung von Mission und Kolonialismus ein, die auch in unserer missionsbenediktinischen Geschichte eine Rolle spielt. Gerade die Kirchen mit ihrem Konzept der Nächstenliebe sollten eigentlich Vorreiter im Kampf gegen Rassismus und für Menschenwürde sein, offenbaren aber leider zu oft noch alte koloniale Denkmuster aus der Vergangenheit. Auch gegenüber Programmen von Volunteers, also Freiwilligen, die einige Monate in Ländern des Globalen Südens arbeiten, zeigte sie sich kritisch, denn zu oft sei hier das Phänomen des „White Saviorism“ im Spiel, eines „Weißen Rettertums“, der meint, anderen Kulturen das alleinseligmachende Heil zu bringen. In der anschließenden Diskussion wurde allerdings deutlich, dass hier auch unterschieden werden muss und dass ein Aufenthalt in einer fremden Kultur, der gut begleitet ist, durchaus auch bereichernd für beide Seiten sein kann und zum gegenseitigen Verständnis beiträgt.

Schließlich las Alice Hasters noch einige Passagen aus ihrem Buch „Identitätskrise“, das im Zuge der vielfältigen Krisen 2021 erschienen ist und in dem sie sich kritisch mit der Selbsterzählung vom friedlichen und freiheitsliebenden Westen auseinandersetzt.

Im Anschluss an die Lesung gab es eine engagierte Diskussion mit den ca. 70 anwesenden Zuhörerinnen und Zuhörern, bei denen auch kritische Nachfragen zur Sprache kamen. Hier wurde deutlich, wie wichtig es ist, bei aller Unterschiedlichkeit der Meinungen miteinander im Gespräch zu sein. Diesem Anliegen sind unsere Abteigespräche verpflichtet. Die Königsfigur des Bonner Künstlers Rals Knoblauch war auch an diesem Abend wieder dabei und machte auf die königliche Würde jedes Menschen aufmerksam – ein Anliegen, dem auch die Bücher von Frau Hasters dienen. Wir danken Alice Hasters für ihren Besuch bei uns und wünschen ihr weiterhin viel Freude bei ihrer Arbeit.

01.07.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG-20250701-WA0000.jpg 1200 1600 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-07-01 11:39:592025-07-01 11:39:59Abteigespräch mit Alice Hasters

Missio-Truck in der Abtei

Abtei

Die Ausstellung „Eine Welt. Keine Sklaverei.“ im neuen missio-Truck ist vom 30. Juni bis 4. Juli 2025 auf dem Kirchplatz der Abtei Königsmünster zu Gast. Besucherinnen und Besucher haben die Gelegenheit, die kostenlose Ausstellung zu besichtigen und herauszufinden, was genau moderne Sklaverei ist, von der heute mehr als 50 Millionen Menschen betroffen sind. Öffentliche Führungen finden statt vom 30.6. bis einschl. 3.7. von 13.30 Uhr bis 15.00 Uhr und von 15.30 Uhr – 17.00 Uhr.

Der missio-Truck bietet einen 25-minütigen Rundgang durch fünf thematisch gestaltete multimediale Räume, geführt von der virtuellen Begleitfigur „Chris“. Gruppen von drei Personen können so interaktiv die bedrückende Wirklichkeit moderner Sklaverei in verschiedenen Kontexten erkunden – auf Teeplantagen in Indien, in deutschen Fleischfabriken oder auch auf Kreuzfahrtschiffen. Dabei wird klar, was moderne Sklaverei auch mit unserem Leben in Deutschland zu tun hat.

Die Nutzung von Augmented-Reality (AR) verstärkt die Erfahrung während des Besuchs, indem die Gegenstände virtuell zum Leben erweckt werden. Das Orangensaftglas erzählt so vom Schicksal eines Geflüchteten aus dem Sudan, das Smartphone verweist auf Kinder, die auf Schrotthalden in Ghana arbeiten. Mit Originalobjekten, interaktiven Grafiken und virtuellen Begegnungen mit Menschen aus allen Teilen der Welt werden die verschiedenen Formen moderner Sklaverei sichtbar gemacht.

„Der missio-Truck macht nicht nur den dramatischen Lebensalltag von Menschen, die heute in sklavenähnlichen Verhältnissen leben, erfahrbar und sensibilisiert so Besucherinnen und Besucher für das Thema. Er zeigt zugleich auch Wege auf, wie jeder einzelne von uns einen Beitrag für eine gerechtere Welt leisten kann“, erklärt missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener. Für Menschen mit Beeinträchtigungen ist der Truck barrierearm gestaltet. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das missio-Truck-Team.

29.06.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Truck-aussen.jpg 853 1280 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-06-29 11:10:002025-06-29 12:57:00Missio-Truck in der Abtei

Besuch aus Paderborn

Abtei

Am Montag, den 16. Juni 2025, hatten wir Besuch von den Brüdern der Gemeinschaft der Seligpreisungen aus Paderborn, die zu einem Konventausflug im Sauerland unterwegs waren. Die Gemeinschaft der Seligpreisungen ist vor einigen Jahren in das Klarissenkloster in Paderborn eingezogen und verstärkt die Ordenspräsenz in unserem Erzbistum. Abt Cosmas begrüßte die Mitbrüder und führte sie gemeinsam mit Br. Anno durch unser Kloster. Anschließend nahmen unsere Gäste an der Mittagshore und dem Mittagessen teil, bevor sie ihr weiterer Weg an den Hennesee führte. Wir haben uns über den Besuch sehr gefreut und wünschen der Gemeinschaft Gottes Segen für ihren Dienst.

17.06.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/06/20250616_131132.jpg 720 1280 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-06-17 11:05:302025-06-17 11:05:30Besuch aus Paderborn

Geänderte Bankverbindung

Abtei

Nachdem unsere Hausbank, die Bank für Kirche und Caritas Paderborn rückwirkend zum 1.1.2025 mit der Pax-Bank Köln fusioniert ist, haben wir ab dem 16. Juni 2025 die folgenden neuen Kontodaten:

Bank: Pax-Bank für Kirche und Caritas eG
Kontoinhaber: Vereinigung der Benediktiner zu Meschede e.V.
IBAN: DE17 3706 0193 1051 5480 07
BIC: GENODED1PAX

Bitte geben Sie ab sofort bei Banküberweisungen diese Bankdaten an!

 

16.06.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/06/warning-146916_1280.png 1130 1280 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-06-16 14:09:542025-06-16 14:09:54Geänderte Bankverbindung

Vitusfest in Corvey

Abtei

Am Sonntag, den 15. Juni 2025, machte sich eine Gruppe des Freundeskreises Königsmünster mit Abt Cosmas und Br. Anno auf den Weg in die ehemalige Reichsabtei Corvey bei Höxter im Weserbergland, um an den traditionellen Vitusfeierlichkeiten in der dortigen Kirche teilzunehmen. Abt Cosmas zelebrierte das feierliche Pontifikalamt und knüpfte damit in besonderer Weise an die 1000jährige monastische Geschichte des Glaubensortes und heutigen UNESCO-Weltkulturerbes an. In seiner Festpredigt sprach er vom Benediktinerkloster als einer Schule für den Dienst des Herrn, als Ort der Nachfolge Christi und Menschwerdung. Auch wenn die Messe, bedingt durch das Wetter, in die Kirche verlegt werden musste und die Prozession entfiel, tat das der Feierlichkeit keinen Abbruch.

Im Anschluss an die Festmesse fand eine Führung durch die Abteikirche und das weltberühmte Westwerk statt. Hier erhielten alle Tablets, auf denen moderne Rekonstruktionen der Wandfiguren und Deckenmalereien betrachtet werden konnten. Der Glaseingang zur Kirche diente als Projektionsfläche für einen lebendigen Gang durch die Geschichte Corveys. wo seit 822 an ein Jahrtausend lang Mönche nach der Regel des hl. Benedikt lebten.

Bis heute bestehen gute Kontakte zur Kirchengemeinde St. Stephanus und Vitus Corvey. Diese Kontakte gehen auch auf unseren 2017 verstorbenen Bruder Adelhard Gerke zurück, der gebürtig aus Höxter stammte und intensiv zum karolingischen Westwerk der Abtei Corvey forschte. Auf dem Friedhof  neben der ehemaligen Abteikirche erinnert eine Gedenkstele an ihn.

Nach der Messe gab es dann bei einem Empfang Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch.

Fotos: Kirchengemeinde und Freundeskreis „Welterbe Westwerk Corvey“

Einen weiteren Bericht incl. Predigt von Abt Cosmas finden Sie hier.

 

16.06.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/06/P1610808.jpg 853 1280 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-06-16 09:07:592025-06-17 08:40:44Vitusfest in Corvey

Ökumenische Vesper am Pfingstmontag

Abtei

Am Pfingstmontag hat Superintendent Dr. Manuel Schilling (Kirchenkreis (Arnsberg-Soest) mit den Mönchen der Abtei eine Ökumenische Vesper gestaltet. In deren Rahmen hat er mit P. Vincent Grunwald OSB gemeinsam eine Dialogpredigt gehalten, die umrahmt wurde von zwei musikalischen Werken des böhmischen Barockkomponisten Heinrich I.F. Biber für Violine und Cello. Letzteres spielte Manuel Schilling selbst, die Violine der russische Violinist Andrej Surotdinov, der im Exil in Serbien lebt. Am Ende der Vesper dankte Herr Surotdinov in bewegenden Worten für die Gastfreundschaft der Abtei und erinnerte an ein Konzert, das er vor 35 Jahren kurz nach dem Mauerfall in der Abteikirche spielte. Zugleich betete er um Frieden und Versöhnung in der Welt heute. Die Vesper endete mit dem gemeinsam gesprochenen Segen von Superintendent und Abt.
Im Anschluss folgte eine Einladung zum Abendessen ins Refektorium, in dem Superintendent Schilling ein weiteres Musikstück auf dem Cello spielte.

Dialogpredigt von Superintendent Schilling und P. Vincent
Dialogpredigt von Superintendent Schilling und P. Vincent
Musikalisches Zwischenspiel für Violine und Cello
Musikalisches Zwischenspiel für Violine und Cello
Musikalischer Dank beim Abendessen
Musikalischer Dank beim Abendessen
10.06.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/06/20250609_185857.jpg 720 1280 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-06-10 11:17:122025-06-10 11:20:03Ökumenische Vesper am Pfingstmontag

Konventausflug nach Dinklage

Abtei

Jedes Jahr Anfang Mai machen sich die Mönche der Abtei Königsmünster zu ihrem Konventausflug auf den Weg. In diesem Jahr führte er uns zu unseren benediktinischen Mitschwestern nach Dinklage ins Oldenburger Münsterland. Bei strahlendem Sonnenschein brachen wir morgens um 8.30 Uhr in verschiedenen Autos auf. Nach zweistündiger Fahrt mit einer kurzen Eispause an der Raststätte Tecklenburger Land kamen wir auf der Klosterburg Dinklage an, wo uns die Gemeinschaft der 19 Schwestern schon freudig erwartete. Das Kloster, eine Gründung des Brandenburger Klosters Alexanderdorf, befindet sich in der Burg der Familie von Galen, wo der seliggesprochene Kardinal Clemens August Graf von Galen, ein unerschrockener Kämpfer gegen die menschenverachtende Tyrannei der Nationalsozialisten, geboren wurde. Bei einem Begrüßungskaffee im Burghof machten wir uns miteinander bekannt. Nach der gemeinsamen Mittagshore, die wir in der im ehemaligen Stall errichteten Klosterkirche beteten, luden uns die Schwestern zum Grillen in ihren wunderschönen Klostergarten ein. Als lokale Spezialität gab es „Friedensbier“, das an den Westfälischen Frieden zum Ende des 30jährigen Krieges erinnerte. Im Anschluss gab es in zwei Gruppen Führungen durch das Kloster. Bei Kaffee und Kuchen erzählten uns die Schwestern von der Gründung der neuen Kongregation von der Auferstehung und von ihren Bestrebungen, die Benediktinerinnenklöster weltweit miteinander zu vernetzen und ihnen in der „Communio Internationalis Benedictinarum“ tragfähige rechtliche Strukturen zu geben.
Es war für alle eine wunderbare geschwisterliche Begegnung. Herzlich bedanken wir uns bei den Dinklager Schwestern für ihre Gastfreundschaft und freuen uns auf den Gegenbesuch.

11.05.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/05/20250510_110236.jpg 720 1280 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-05-11 13:52:492025-05-11 13:52:49Konventausflug nach Dinklage
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  • Es ist einfach toll, dass Ihr so gut organisiert seid. Danke...16.03.2022 - 17:54 von Klebefolien
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