Am Nachmittag des 12. Juni 2023 konnten wir Monsignore Michael Bredeck, den Diözesanadministrator unserer Erzdiözese Paderborn, bei uns zur Begegnung und zum Gespräch begrüßen. Mons. Bredeck hat sich viel Zeit genommen, um mit uns über die Zukunft der Kirche in Paderborn – und auch der Abtei Königsmünster als Teil dieser Ortskirche – ins Gespräch zu kommen. Sowohl das Erzbistum Paderborn wie auch die Abtei Königsmünster befinden sich zur Zeit in Vakanz, d.h., es gibt derzeit keinen Erzbischof bzw. Abt. Das war Anlass, auch über Formen der Leitung im 21. Jahrhundert zu reden: Wie kann heute auf eine gesunde, menschendienliche Weise Leitung gelebt werden? Freimütig erzählte Mons. Bredeck von seinen eigenen Erfahrungen, als er zum Diözesanadministrator gewählt wurde. Das Gespräch sparte auch die Lage der Kirche in Deutschland und die synodalen Prozesse auf orts- und weltkirchlicher Ebene nicht aus. Wichtig sei es, einander zuzuhören und miteinander um Lösungen zu ringen. Eine immer schärfere Polarisierung innerhalb der Kirche bereite ihm Sorge. Auch eine gesunde Feedbackkultur in alle Richtungen, besonders „von unten nach oben“, sei unumgänglich. Am wichtigsten sei es aber, als Kirche mit unserer Botschaft der Liebe Gottes zukunftsfähig zu werden auch für Menschen, die formal nicht zur Kirche gehören oder der Kirche den Rücken gekehrt haben.

Mons. Bredeck nimmt die Abtei Königsmünster als Ort wahr, wo suchende Menschen neu mit ihren Kraftquellen in Berührung kommen können, wo sie mit ihren Sorgen wahr- und ernstgenommen und in den Glauben und in ein inneres Gebetsleben eingeführt werden. Solche Orte werden in der heutigen kirchlichen Landschaft immer wichtiger.

Wir danken Mons. Bredeck für die Zeit, die er uns geschenkt hat, und wünschen ihm und der Kirche von Paderborn Gottes Segen für die Zukunft.

Am Sonntag, den 18. Juni 2023, laden wir um 18.00 Uhr herzlich zum Eröffnungskonzert unseres AbteiSommers in die Abteikirche ein. Unter der Überschrift „Esperavi in te“ (Auf dich habe ich meine Hoffnung gesetzt) bringen der Konzertchor Münster und die Choralschola der Abtei Werke der Gregorianik vom Mittelalter bis in die Neuzeit zur Aufführung. Der Eintritt ist frei, um eine Spende am Ausgang wird gebeten.

Die Veranstalter freuen sich auf eine bewegende, musikalische Zeitreise vom Mittelalter bis zur Neuzeit auf der musikalischen Suche nach der Ewigkeit im Hier und Jetzt. An diesem Abend steht gleich zweifach das „Te Deum“ auf dem Programm. Zum einen in seiner ursprünglichen Fassung, dem Plainchant, zum anderen in der neuzeitlichen Fassung von dem aus Estland stammenden Arvo Pärt, (*1935), dessen Werk, komponiert im „Tintinnabuli-Stil“ (lat. Glöckchen), durch seinen meditativen Charakter und die Rückbesinnung auf die einfachen musikalischen Grundformen der Gregorianik den Blick auf wesentliche spirituelle Momente erlaubt.

Programm:

  • Kurze Einführung in die Gregorianik
    „Introitus“ 6. Sonntag im Jahreskreis
    „Te Deum“ Plainchant
    Choralschola Benediktinerabtei Königsmünster, Meschede
  • Kurze Einführung in die Komposition des
    „Te Deums“ von Arvo Pärt
    für drei Chöre, präpariertes Klavier, Streichorchester und Windharfe
    Konzertchor Münster
  • Ola Gjeilo „Ubi Caritas“
    Konzertchor Münster
  • Stephanie Martin „Christe Qui Lux Es Et Dies“
    Konzertchor Münster
  • Josef G. Rheinberger „Abendlied“
    Konzertchor Münster I Choralschola der Benediktinerabtei Königsmünster

 

Mitwirkende:

Choralschola Benediktiner I Leitung Pater Erasmus
Konzertchor Münster I Künstlerische Leitung Marion Wood
Streicherensemble Münster

Über den Konzertchor Münster:

Der Konzertchor Münster, hervorgegangen aus dem im Jahr 1816 gegründeten Musikverein der Stadt Münster, gehört heute zu den großen und renommierten Chören in Deutschland. Maximilian von Droste- Hülshoff, münsterscher Domherr und Komponist und einer der Gründungsväter, komponierte für den Musikverein zahlreiche Werke. Rund 75 aktive Sängerinnen und Sänger bilden das stimmliche Potenzial des gemischten Chors, der sowohl doppelchörige A-Cappella-Literatur als auch moderne Chorsinfonik im Repertoire hat. Seit 1919 kooperiert er mit dem Sinfonieorchester Münster, dessen Generalmusikdirektor bis 2019 auch immer der künstlerische Leiter des Chores war. Im Jahr 2020 hat in Nachfolge Marion Wood die künstlerische Leitung des Chores übernommen. Regelmäßig ist der Chor zu Gast in vielen Städten im In- und Ausland und bringt dort zusammen mit Orchestern und Solisten große Chorwerke auf die Bühne.

In der nächsten Woche wird unser Jahresbericht 2023 in Printform ausgeliefert. Rechtzeitig zum langen Fronleichnamswochenende bieten wir Ihnen jetzt schon den Download auf unserer Webseite an. Der Jahresbericht nimmt das Wort der „Zeitenwende“ auf, das Bundeskanzler Olaf Scholz kurz nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 im Deutschen Bundestag geprägt hat. Unter ganz verschiedenen Blickwinkeln setzt sich der Jahresbericht mit diesem Begriff auseinander: politisch, kirchlich, schulisch, klösterlich. Dankbar sind wir auch in diesem Jahr für viele Gastbeiträge, u.a. von Diözesanadministrator Michael Bredeck aus dem Erzbistum Paderborn, von Dirk Wiese, Mitglied des Bundestages und Peter Liese, der dem Europäischen Parlament angehört. Die Beiträge von Sr. Philippa Rath aus Eibingen und Br. Ansgar Stüfe aus Münsterschwarzach gehen auf Vorträge zurück, die sie im Berichtszeitraum gehalten haben.

Neben dem thematischen Teil gibt es im Jahresbericht wie gewohnt die Chronik des vergangenen Jahres. Eine Spendenübersicht legt Rechenschaft darüber ab, wie wir mit den Spenden verfahren, die für unsere Projekte in der Heimat und weltweit gegeben werden.

Beim Klick auf das Bild kommen Sie direkt zum PDF des Jahresberichts. Wir wünschen Ihnen eine fruchtbare Lektüre!

24 Absolventinnen und Absolventen der Jungen Akademie der Abtei Königsmünster – 17 Schülerinnen und Schüler und sieben Studierende – haben sich am Abend des 5. Juni 2023 mit ihren Eltern, Lehrerinnen und Lehrern in der Abteikirche versammelt, um ihre Zertifikate über eine erfolgreiche Teilnahme entgegenzunehmen. P. Cosmas Hoffmann OSB, Prior der Abtei, begrüßte die Anwesenden und skizzierte kurz die Junge Akademie als Bildungsangebot für junge Menschen. Aus Oberstufenakademie und Studium Generale habe sich in den letzten Jahren die Junge Akademie entwickelt, die sich verstärkt auch Auszubildenden aus Wirtschaftsunternehmen öffnen will. Br. Benedikt Müller OSB, Leiter der Jungen Akademie, berichtete, dass es ihn mit Stolz erfülle, nach einer schwierigen Zeit der Corona-Pandemie, wo viele Veranstaltungen ausfallen mussten, nun so vielen jungen Menschen ihr Zertifikat überreichen zu können. Besonders dankte er dem Beirat der Jungen Akademie, der dieses Angebot der Abtei konzeptionell begleite und fördere.

Ommma mit drei m

Den Festvortrag hielt die Sauerländer Schriftstellerin und Kabarettistin Kathrin Heinrichs, die mit den Krimis um den rheinischen Lehrer Vincent Jacobs, den es an eine katholische  Privatschule ins Sauerland verschlagen habe, bekannt wurde. Kurzweilig erzählte sie von ihrem Werdegang. Die Lektüre des Buches „Ferien auf Saltkrokan“, in dem der Vater einer Hauptfigur Schriftsteller war, „ein total verpeilter Typ“, weckte ihr Interesse an diesem Beruf. Ihre Herkunft aus Langenholthausen, einem kleinen Sauerländer Dörfchen – „mittlerweile gibt es dort sogar eine Fußgängerampel“ – und eine Familie mit sieben Geschwistern legten die Grundlagen dafür. Abends habe sie aufgeschrieben, was tagsüber in der Familie passiert sei. Auch die „Ommma mit drei m“, eine Figur aus ihrer Krimireihe, habe biographische Anknüpfungspunkte und ein Vorbild in ihrer großen Familie.

Kathrin Heinrichs bei ihrem Vortrag

Nichtsdestotrotz entschied sich Kathrin Heinrichs dann ganz pragmatisch, zunächst „etwas Vernünftiges“ zu studieren: Deutsch und Englisch auf Lehramt. Eine Vorlesung über das „analytische Erzählen von Detektivromanen“ faszinierte sie und trug dazu bei, das gerade aufkommende Genre der Regionalkrimis (es war die Zeit der Eifelkrimis von Jacques Berndorff) auszuprobieren.
Nach und nach haben sich eher romantische Vorstellungen vom Beruf der Schriftstellerin durch die Realität zerschlagen. „Schreiben ist harte Arbeit“, so Heinrichs. Man müsse Passagen immer wieder überarbeiten, sich den Figuren aussetzen. Ein Kollege von ihr habe es auf den Punkt gebracht: „Ich schreibe nicht gerne Bücher, ich habe gerne Bücher geschrieben.“ Der erste Band ihrer Krimireihe erschien mit einer Startauflage von 1000 Exemplaren – zum Vergleich: der erste Harry-Potter-Band hatte eine Startauflage von 500 Exemplaren. Letztlich wurden 30000 Exemplare verkauft.
Freude an ihrer Arbeit machen Kathrin Heinrichs besonders die Begegnungen mit vielen Menschen auf den Autorenlesungen, wo sie ihren zweiten Beruf als Kabarettistin ausleben kann. Hier ergeben sich wie von selbst lustige Situationen, wenn z.B. ein Schüler bei einer Lesung fragt: „Wollten Sie eigentlich schon immer Autistin werden?“ Auch wenn Künstliche Intelligenz auf die Belletristik in Zukunft Einfluss nehmen werde, bleibe der menschliche Faktor als Autorin sicherlich wichtig. Letztlich sei es ein Geschenk, dass sie Schriftstellerin geworden sei.

Ort der Freundschaft

An den Vortrag schloss sich die Übergabe der Zertifikate an. Dazu wurden die jungen Menschen namentlich aufgerufen und erhielten aus der Hand von Frau Heinrichs, Bruder Benedikt und den anwesenden Beiratsmitgliedern ihre Bescheinigungen. Schließlich hielt eine der Absolventinnen, Clarissa Blome aus Sundern, eine Dankesrede, in der sie betonte, wie wichtig die OASE für sie im Laufe der Zeit geworden sei: als Ort der Freundschaft, als Ort der Ruhe und des Friedens, als Ort, um das persönliche Gleichgewicht zu finden. Die Zeit der Jungen Akademie sei für sie eine Zeit des Ausprobierens gewesen, um eigene Fähigkeiten und Talente zu entdecken. Gerade am Anfang sei es auch nicht leicht gewesen und eine wirkliche Herausforderung. Den jungen Menschen riet sie, diese Herausforderung anzunehmen.

Absolvent*innen der Jungen Akademie 2023 nach den jeweiligen Schulen/Ausbildungsstätten:

Gymnasium Johanneum Wadersloh:                      8
Anne-Frank-Gymnasium Werne:                           4
Gymnasium der Benediktiner Meschede:             1
St. Ursula Gymnasium Neheim:                             1
Städtisches Gymnasium Sundern:                          1
Kardinal-von-Galen-Gymnasium Münster:            1
Marie-Curie-Gymnasium Bönen:                           1

Erzieherschule Warburg:                                         2
Erzieherschule Osnabrück:                                     2
Oase der Abtei Königsmünster:                              2
Fachschule für Ergotherapie Dortmund:               1

Während des Mittagessens am 5. Juni 2023 haben wir unsere Mitarbeitende, Frau Beate Kenter, in den Ruhestand verabschiedet.
Frau Beate Kenter ist seit Mai 2017, d.h., sechs Jahre bei uns in der Schulmensa beschäftigt. Aufgrund ihrer zugewandten und freundlichen Art ist sie bei den Schülerinnen und Schülern und den Lehrkräften geschätzt. In der Schule hat es bereits eine eigene Verabschiedung für sie gegeben.
Gerne hat sie auch das Team der AbteiGaststätte bei Engpässen unterstützt.

Wir danken Frau Kenter für ihren Einsatz, der wesentlich zur guten Atmosphäre der Schulmensa beigetragen hat, und verabschieden sie mit guten Erinnerungen und nicht ohne Wehmut in den sogenannten Ruhestand.

Bei einer Abtswahl gibt es viel zu organisieren, zu besprechen, zu bedenken: Wie soll es weitergehen? Welche Themen und Visionen sind einer Gemeinschaft wichtig? Dafür ist in den nächsten Monaten bis zum jetzt feststehenden Termin der Wahl Mitte August genug Zeit.
Der Abend des Pfingstsonntags, 28.5., stand unter einem anderen Vorzeichen: bei einem festlichen Abendessen haben wir Abt Aloysius verabschiedet, auf seine zehnjährige Amtszeit zurückgeschaut und ihm für all das gedankt, was er in den vergangenen Jahren für unsere Gemeinschaft getan hat. P. Prior Cosmas brachte in einer kurzen Rede all das zum Ausdruck und wünschte Abt Aloysius im Namen der ganzen Gemeinschaft Gottes Segen und vor allem eine weitere gesundheitliche Stabilisierung. Abt Aloysius dankte wiederum der Gemeinschaft und jedem einzelnen Mitbruder für alles Tragen und Mittragen und für jede Unterstützung. Für ihn steht nun erst einmal der lang ersehnte Urlaub an, an den sich weitere Zeiten der Rekonvaleszenz und gesundheitlichen Erholung anschließen. Seine weitere Zukunft wird dann mit seinem Nachfolger geklärt.

Empfang vor dem Abendessen

In einer kurzen Bildpräsentation ließen wir die zehn Jahre der Amtszeit von Abt em. Aloysius Revue passieren und schauten zurück auf einige prägende Ereignisse in dieser Zeit: die Abtswahl und -benediktion 2013, die Einweihung des AbteiForum 2015, viele Ereignisse im Leben der Gemeinschaft wie Professen, Weihen, Mitarbeiterjubiläen, Beerdigungen,  der tiefe Einschnitt durch Corona  2020… Es war wirklich eine Zeit mit Höhen und Tiefen, durch die wir als Gemeinschaft gemeinsam gegangen sind. Dieses gemeinsame Gehen und Durchstehen vieler Ereignisse macht Mut für die Zukunft, für die wir Abt em. Aloysius alles Gute wünschen.

Präsentation der Amtszeit von Abt em. Aloysius

 

Nach der Annahme des Rücktritts von Abt em. Aloysius am 7. Mai 2023 steht nun der Termin für die Wahl seines Nachfolgers fest: Abtpräses Jeremias Schröder hat nach Rücksprache mit P. Prior Cosmas Hoffmann dafür den Zeitraum vom 16. – 19. August 2023 festgelegt.

In Vorbereitung auf die Wahl werden sich die Mönche mit den damit in Zusammenhang stehenden Fragen auseinandersetzen. Das ist sicher auch eine gute Gelegenheit, die aktuelle Situation der Gemeinschaft, ihren Ort in Kirche und Gesellschaft und die kommenden Herausforderungen in den Blick zu nehmen.

Auf diesem Weg unserer Gemeinschaft in den kommenden Monaten bitten wir um das begleitende Gebet.

Eine Woche ist vergangen, seit am 7. Mai 2023 der Rücktritt unseres Abt em. Aloysius rechtskräftig wurde. Viele wohlwollende, mitfühlende, uns das begleitende Gebet versichernde Reaktionen haben uns erreicht. Dafür sind wir dankbar. Verbunden damit ist ein großes Interesse, wie es nun weitergeht.
Laut den Konstitutionen, dem Eigenrecht der Kongregation von St. Ottilien, zu der unsere Abtei gehört, gehen nach dem Freiwerden des äbtlichen Amtes alle Rechte und Vollmachten zur Leitung des Klosters an den Prior, bei uns P. Cosmas Hoffmann OSB, über. Seine Aufgaben sind es vor allem, gemeinsam mit dem Abtpräses den Tag der Abtswahl zu bestimmen, „die wenn möglich innerhalb eines Monats, mindestens aber binnen drei Monaten nach Freiwerden des Amtes stattfinden muss“. Ein Benediktinerkloster ist i.d.R. unabhängig und hat das Recht, den eigenen Oberen in einer freien und geheimen Wahl zu wählen. Sobald der genaue Termin feststeht, werden wir hier darüber informieren.

In der Zeit der Vakanz findet aber noch mehr statt. Bei einer Abtswahl geht es nicht nur um Personen, sondern mehr noch um die Frage, wie sich ein Kloster in der Zukunft aufstellen will, wo es seinen Standort in der heutigen kirchlichen und gesellschaftlichen Situation sieht. Wahlpropaganda ist nach kirchlichem Recht verboten, es gibt aber die Möglichkeit, sich in Treffen der Gemeinschaft miteinander über diese Fragen zu beraten und sich in Impulstagen u.U. externe Hilfe zu holen – bei einer der früheren Abtswahlen hatten wir z.B. den Personalchef eines großen wirtschaftlichen Unternehmens bei uns zu Gast, der etwas über heutige Führungsqualitäten in seinem Bereich erzählte – denn ein Kloster ist nicht nur eine geistliche Gemeinschaft, sondern ein Wirtschaftsbetrieb mit Werkstätten, Betrieben und vielen weltlichen Mitarbeitenden.

Die Wahl selber ist auch ein geistliches Geschehen. So beginnt der Tag der Wahl mit einer Eucharistiefeier, in der besonders um den Heiligen Geist gebetet wird, und bei der Wahl selbst legen alle wahlberechtigten Brüder ein Versprechen ab, das lautet: „Ich verspreche vor Gott, dass ich den wählen werde, den ich vor Gott glaube wählen zu sollen. So wahr mir Gott helfe und diese heiligen Evangelien.“ Und nach einer erfolgreichen Wahl legt der Gewählte zuerst ein Glaubensbekenntnis vor dem Wahlvorsitzenden und der Gemeinschaft ab. Der Neugewählte wird übrigens direkt nach der Wahl mit allen Rechten und Pflichten in sein Amt eingesetzt und der Öffentlichkeit vorgestellt – die einige Wochen später stattfindende Abtsbenediktion ist eine nachträgliche Segnung und Bestätigung des neuen Oberen der Gemeinschaft.

Wir bitten Sie auch weiterhin um Ihr Gebet für unsere Gemeinschaft in den kommenden Wochen.

Hier können Sie ein Interview im Domradio zur Zeit der Vakanz und der Wahl nachlesen (externer Link).

 

Abt Aloysius Althaus legt aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder

In der Benediktinerabtei Königsmünster hat Abt Aloysius Althaus am Sonntag, den 7. Mai 2023, sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt.

Bereits am 21. April 2023 hat Abt Aloysius sein Rücktrittsgesuch beim Abtpräses, dem Vorsitzenden der Kongregation (Klosterverband) der Missionsbenediktiner, zu dem die Abtei Königsmünster gehört, eingereicht. In seinem Schreiben zur Bestätigung der Annahme hat Abtpräses Jeremias Schröder auf Bitte von Abt Aloysius festgelegt, dass die Amtszeit als Abt von Königsmünster am 7. Mai 2023 endet.

Bis zum Amtsantritt des gewählten Nachfolgers gehen gemäß den Konstitutionen der Kongregation „alle Rechte und Vollmachten zur Leitung des Klosters an den Prior über“ (Konst. 122).

Abt Aloysius Althaus war seit 2013 Abt der Benediktiner in Meschede. Er wuchs in Wemlinghausen (Wittgensteiner Land) auf und machte nach seinem Realschulabschluss im St.-Walburga-Krankenhaus in Meschede seine Ausbildung zum Krankenpfleger. Kurz danach begann er 1988 das Noviziat in der Abtei Königsmünster und unterstützte nach seiner Feierlichen Profess 1990 den Novizenmeister in der Ausbildung der jungen Brüder. Fünf Jahre später wurde er zum Ständigen Diakon geweiht, übernahm 1996 das Amt des Novizenmeisters und wurde 2001 von Abt Dominicus Meier zum Subprior ernannt. Zudem war er als Infirmar für die Alten- und Krankenpflege in der Abtei verantwortlich. 2005 spendete ihm der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker die Priesterweihe.

2013 wählte ihn der Konvent zum vierten Abt des Klosters. Als Leiter der Abtei engagierte er sich neben den Aufgaben in der Gemeinschaft in der Erzdiözese Paderborn, vor allem als Vorsitzender der Paderborner Ordensoberenkonferenz (POK) und in der Exerzitienarbeit und Schwesternseelsorge.

 

Erstmalig ist unsere Abteikonditorei beim Landeswettbewerb „Meister.Werk.NRW 2023“ ausgezeichnet worden. Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz ehrt mit dem Preis Betriebe, die Produkte selbst herstellen, regionale Spezialitäten produzieren, Fachkräfte einsetzen und Ausbildungsplätze anbieten. Außerdem spielen eine tarifgerechte Bezahlung, Qualität und Nachhaltigkeit eine Rolle bei der Bewertung.

„Für uns war die Teilnahme am Wettbewerb die Möglichkeit, unseren Betrieb extern bewerten zu lassen und Verbesserungspunkte zu finden. Dass wir gleich bei der ersten Teilnahme ausgezeichnet werden, haben wir nicht erwartet!“ freut sich Konditormeister und Schokoladen-Sommelier Ron Knape.

Die Verleihung der Urkunde fand am 24. April 2023 in einem ehemaligen Franziskaner-Kloster, der katholischen Begegnungs- und Veranstaltungsstätte Maxhaus in Düsseldorf, statt. Zwei spannende Vorträge zu den Themen Zukunft und Nachhaltigkeit umrahmten die Verleihung. Die Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Silke Gorißen betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung der handwerklichen Lebensmittelherstellung für NRW. Der Nachmittag endete mit einem Austausch mit Fachkollegen in lockerer Atmosphäre.