Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kirche begeht den Gedenktag des Hl. Ambrosius.
Ich lade Sie heute ein, einen Text dieses Bischofs und Kirchenlehrers zu meditieren und in Ihren Alltag einzubeziehen.

Die Worte prüfen

„Ist einer der Rede behutsam, so wird er milde, sanft und bescheiden. Wenn er nämlich den Mund hält und seine Zunge beherrscht und nicht redet, bevor er seine Worte geprüft und abgewogen hat und überlegt hat, ob dies zu sagen sei, ob es diesem Menschen gegenüber zu sagen sei, so übt er in der Tat Bescheidenheit, Sanftmut und Geduld“.

Gerade in diesen adventlichen Tagen tut es gut, immer wieder Zeiten der Stille einzuüben. Um uns herum und auch in uns ist es laut, unruhig und dunkel. Versuchen wir, zur Ruhe zu finden, zum Licht, in unser Innerstes. Achten wir in unseren Begegnungen auf die Worte, die wir sprechen. Wählen wir aus und wägen wir ab. Hören wir nochmals Ambrosius: „…so wird er milde, sanft und bescheiden…“

Wandlung – Verwandlung schwingt in diesem Ausspruch mit. Und auch darum geht es im Zugehen auf das Weihnachtsfest.
Im Gabengebet betet die Kirche heute: Lass auch uns in diesem Licht deine Wahrheit tiefer erfassen.

Menschwerdung: Bin ich bereit, mich wandeln zu lassen? Bin ich bereit, mich „erfassen“ zu lassen?

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Tag und „prüfende“ Augenblicke.

Ihr

+ Aloysius Althaus OSB