2 Lasst nicht nach im Beten; seid dabei wachsam und dankbar! 3 Betet auch für uns, damit Gott uns eine Tür öffnet für das Wort und wir vom Geheimnis Christi sprechen können, um dessentwillen ich im Gefängnis bin; 4 betet, damit ich es so kundtue, wie davon zu sprechen meine Pflicht ist! 5 Seid weise im Umgang mit den Außenstehenden, nutzt die Zeit! 6 Euer Wort sei immer freundlich, doch mit Salz gewürzt, denn ihr müsst jedem in der rechten Weise antworten können. (Kol 4,2-6)

Lasst nicht nach im Beten!

Damit ist nicht gemeint, dass wir quasi ständig irgendwelche Gebete vor uns hin sprechen müssen. Möglichst so, dass viele mitbekommen, wie fromm ich bin. Dazu hat Jesus eine klare Meinung. Wir sollen nicht plappern wie die Heiden. Paulus will uns damit auffordern, uns immer in die Gegenwart Gottes zu stellen. Nicht nur während eines Gottesdienstes, sondern in allen Lebenssituationen. Für uns Christen gibt es deshalb auch keine Unterscheidung zwischen weltlichen und geistlichen Räumen. Die ganze Welt ist der Tempel des Herrn. Mich in die Dimension Gottes zu stellen, ermöglicht es mir, mich von Ihm begleitet zu wissen. Von Ihm gewollt zu sein. Das gibt meinem Leben die notwendige Gelassenheit.

Br. Benjamin Altemeier OSB