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Besondere Gäste am Barbaratag

Abtei

Am 4. Dezember, dem Gedenktag der hl. Barbara, konnten wir zum Mittagessen zwei besondere Gäste begrüßen. Zunächst nahm Frau Barbara Grundhoff die Einladung an ihrem Namenstag an. Sie ist Dekanats-Kirchenmusikerin im Dekanat Hochsauerland-Mitte und macht seit einigen Monaten mit unseren Kantoren Stimmbildung.
Ebenso war Oberstaatsanwalt a.D. Werner Wolff bei uns zu Gast. Er ist seit langem der Ansprechpartner bei einem Verdacht auf (sexuellen) Missbrauch in unserer Abtei und ihren Einrichtungen. Ende des Jahres wird er diese Tätigkeit beenden und an einen Nachfolger übergeben. Ebenso ist Herr Wolff in unserem Pastoralen Raum wie auch in der Kommunalpolitik engagiert.

Wir danken Frau Grundhoff und Herrn Wolff für Ihre Unterstützung!

04.12.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/12/20251204_130915.jpg 1126 2000 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-12-04 14:00:352025-12-04 14:00:35Besondere Gäste am Barbaratag

Adventsmarkt

Abtei

Am 29. und 30. November 2025, dem Ersten Adventswochenende, fand wie in jedem Jahr wieder unser traditioneller Adventsmarkt statt. Viele Menschen von nah und fern haben den Weg auf den Klosterberg gefunden, um sich in besonderer Atmosphäre auf die Adventszeit einzustimmen. Besonders die Führungen durch den inneren Klosterbereich der Mönche und die Impulse in der Kirche, die von verschiedenen Mönchen vorgetragen und musikalisch von P. Vincent an der Orgel und Emmy van Weverwijk mit der Flöte begleitet wurden, fanden regen Zuspruch. Aber auch die Betriebe und Werkstätten sind mit dem Verkauf zufrieden. Unsere Bäcker mussten in der Nacht auf Sonntag noch einmal „nachbacken“, weil alles schon am Samstag restlos ausverkauft war. Viele Gäste betonten die besondere Atmosphäre des Adventsmarktes und sicherten uns ihr Wiederkommen zu. Das freut uns und macht uns dankbar. Nachfolgend gibt es einige Impressionen vom Adventsmarkt.

02.12.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/12/20251129_091738.jpg 720 1280 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-12-02 15:59:412025-12-02 15:59:41Adventsmarkt

WDR-Dokumentation u.a. über unsere Abtei

Abtei

Im Laufe des vergangenen Jahres war immer wieder ein Filmteam des WDR bei uns, um in unseren Betrieben und in unserer Gemeinschaft Aufnahmen für einen Dokumentarfilm zu machen. Daraus ist eine 45minütige Reportage entstanden, die heute, am 31.10.2025, um 20.15 Uhr im WDR-Fernsehen ausgestrahlt wird. Der Film trägt den Titel „Die verborgene Welt der Klöster“ und ist im Rahmen der WDR-Reihe „Heimatflimmern“ entstanden. Neben unserer Abtei werden auch Szenen in der Benediktinerinnenabtei Mariendonk und im koptisch-orthodoxen Kloster Brenkhausen gezeigt.

Der Film ist ab heute in der WDR-Mediathek abrufbar (bitte klicken!).

 

31.10.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/06/NIK0113klein.jpg 856 1280 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-10-31 08:55:282025-10-31 08:57:42WDR-Dokumentation u.a. über unsere Abtei

Besuch vom Kohlhagen

Abtei

Am 23.10.2025 konnten wir zwei Gäste aus der Ordensgemeinschaft der Pallottiner bei uns begrüßen: P. Siegfried Modenbach und P. Jürgen Heite, die das Geistliche Zentrum Kohlhagen in der Erzdiözese Paderborn leiten. P. Siegfried Modenbach ist außerdem der Vorsitzende der Paderborner Ordenskonferenz (POK), welche die Ordensgemeinschaften im Erzbistum Paderborn vertritt und u.a. den jährlichen Ordenstag ausrichtet.
Wir hoffen, dass die beiden einen guten Tag mit fruchtbaren Begegnungen bei uns hatten.

23.10.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/10/20251023_125945.jpg 720 1280 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-10-23 14:53:032025-10-23 14:53:03Besuch vom Kohlhagen

Abschied von zwei Mitarbeiterinnen

Abtei

Abschiede in den verschiedensten Formen gehören zu jedem Leben dazu. Das ist im Kloster und seinen Betrieben nicht anders. Und so hieß es am Freitag, den 17. Oktober 2025, Abschied zu nehmen von zwei langjährigen Mitarbeiterinnen, die beide unser Kloster mit ihren Talenten bereichert haben.
Susanne Hengsbach war seit 20 Jahren im Abteiladen auf dem Klosterberg tätig. Im Verkauf hat sie die Kundinnen und Kunden kompetent und mit Freundlichkeit beraten. Auch im „Backoffice“ des Abteiladens war sie oft anzutreffen, wo sie u.a. den Onlienshop betreute. Mit dem heutigen Tag beginnt sie im Ruhestand einen neuen Lebensabschnitt, für den wir ihr alles Gute wünschen.
Sabrina Heer arbeitete fast zehn Jahre lang als Köchin und Hauswirtschafterin im Team unserer Abteiküche. Oft war sie in der alten Klosterküche anzutreffen, wo die Mahlzeiten für Konvent und Gästehäuser aufbereitet wird. In ihrer Arbeit hatte sie immer ein offenes Ohr für Anregungen und Wünsche und hat die Mönche in mehreren Impulstagen über eine gesunde und ausgewogene Ernährung beraten. Frau Heer hatte am 17. Oktober ihren letzten Arbeitstag bei uns und wird in Kürze eine neue Stelle antreten, um sich beruflich weiterzuentwickeln. Auch ihr wünschen wir Gottes Segen für ihre Zukunft und danken für ihren engagierten Dienst.

17.10.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/10/20251017_130922.jpg 720 1280 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-10-17 14:30:142025-10-17 14:30:14Abschied von zwei Mitarbeiterinnen

Goldprofess von P. Karl

Abtei

Am Sonntag, den 28.9.2025, konnten wir das Goldene Professjubiläum von P. Karl Brahm OSB feiern, der damit auf 50 Jahre Ordensleben zurückblickt. Am 26. September 1975 stand er in der Abteikirche, um vor Abt Harduin Bießle und der Gemeinschaft von Königsmünster Beständigkeit, klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam zu geloben. Von Anfang an war es sein Traum gewesen, als Missionar tätig zu sein. Nach einer Ausbildung zum Gärtner bereitete er sich in der ihm eigenen Beharrlichkeit mit Englischkursen an der Volkshochschule darauf vor. 1988 war es dann soweit – Br. Karl wurde in die junge Abtei Inkamana im Zululand in Südafrika ausgesandt. Dort empfing er auch die Priesterweihe und war viele Jahre lang als Superior im Studienhaus Howick für die Studenten der Gemeinschaft verantwortlich. 2007 kehrte er nach Königsmünster zurück und übernahm nach einem kurzen Intermezzo an der Pforte seelsorgliche Aufgaben in der Mithilfe im heutigen Pastoralen Raum Meschede/Bestwig. In dieser Aufgabe ist er noch heute mit seinem Fahrrad, durchaus ein Markenzeichen seines Dienstes, in den Gemeinden unterwegs und übernimmt viele Gottesdienste, Taufen, Beerdigungen und viele weitere seelsorgliche Aufgaben.

Zur Bekräftigung seiner Gelübde verlas und unterschrieb P. Karl die Professurkunde und sang das „Suscipe“. Im Anschluss erhielt er von Abt Cosmas „als Stütze im Alter“ den Altersstab, der den sog. „Knobkerries“ (carry knob) nachempfunden ist, der vor allem von den Ndebele und Zulu in Südafrika genutzt wird.

Wir gratulieren P. Karl zu seinem 50jährigen Ordensjubiläum und wünschen ihm weiterhin viel Freude und Kraft bei seinen Aufgaben!

Predigt von P. Karl
Predigt von P. Karl
Würdigung des Lebens von P. Karl durch Abt Cosmas
Würdigung des Lebens von P. Karl durch Abt Cosmas
Verlesen der Professurkunde
Verlesen der Professurkunde
Unterschreiben der Professurkunde
Unterschreiben der Professurkunde
P. Karl erhält den Altersstab.
P. Karl erhält den Altersstab.
28.09.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/09/20250928_100718.jpg 720 1280 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-09-28 16:24:142025-09-28 16:24:14Goldprofess von P. Karl

Besuch von Weihbischof König

Abtei

Im Rahmen der Visitation des Dekanates Hochsauerland-Mitte besuchte uns am heutigen Samstag, den 6.9., Weihbischof Matthias König vom Erzbistum Paderborn. Er ist als Bischofsvikar für die Ordensgemeinschaften wie auch für die Weltkirche uns Missionsbenediktinern verbunden. Begleitet wurde Weihbischof König von Christopher König, dem Dekanatsreferenten für Jugend und Familie, und von Pfr. Michael Schmitt, Stadtpfarrer von St. Walburga Meschede. Wir Benediktiner der Abtei Königsmünster gehören zum Erzbistum Paderborn und sind dort in vielfältige seelsorgliche und pastorale Aufgaben eingebunden. Wir wünschen Weihbischof König viele weitere gute Begegnungen während der Visitation!

06.09.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/09/20250906_130105.jpg 1126 2000 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-09-06 17:18:462025-09-06 17:18:46Besuch von Weihbischof König

Gruß 3-2025 erschienen

Abtei

Der „Gruß aus Königsmünster“ 3-2025 mit dem Thema „Glückliche Genügsamkeit – Wie viel ist genug?“ ist erschienen und steht zum Download zur Verfügung. Nachfolgend dokumentieren wir das Editorial, das in die Thematik des Heftes einführt:

Liebe Freundinnen und Freunde der Abtei!

„Wie viel ist genug?“ Unter dieser Leitfrage stand die diesjährige Jahrestagung für Weltkirche und Mission in Würzburg, bei der alle weltkirchlichen Akteure der Diözesen, Hilfswerke und Orden zusammenkamen, um über Gerechtigkeit und Suffizienz als christliche Handlungsoptionen zu diskutieren. Gerade in einer Welt, in der die Grenzen des Wachstums immer deutlicher werden, wird die Frage nach Suffizienz, nach einer „glücklichen Genügsamkeit“ immer mehr zu einer Überlebensfrage.

Am Beginn der Tagung waren alle gefragt, einmal zu überlegen, wovon wir in unserem Alltag genug haben. Die Ergebnisse wurden in einer Wortwolke zusammengefasst. Wenig überraschend standen Kleidung, Essen und Nahrung ganz oben, wovon die meisten im Westen mehr als genug haben. Aber auch immaterielle Werte wie Liebe und Freundschaft wurden genannt. Während der Tagung wurde deutlich, dass wir hier alle Lernende sind und dass gerade wir aus den verhältnismäßig reichen Ländern von Menschen des Globalen Südens viel lernen können, wie eine glückliche Genügsamkeit konkret aussehen kann. Auf meinen Reisen in diese Länder erfahre ich das immer wieder, wie zufrieden Menschen sein können, die nicht viel (Materielles) zum Leben haben.

Alle Weltreligionen setzen sich auf unterschiedliche Weise mit dem Konzept der Genügsamkeit auseinander; in seinem Leitartikel führt Abt Cosmas diesen Gedanken weiter aus. Genügsamkeit hat auch mit unserem Jahresthema in diesem Jahr der Hoffnung zu tun. Denn wenn ich aus einer hoffnungsvollen Haltung heraus lebe, dass nicht ich das Maß aller Dinge bin, sondern in einen größeren Zusammenhang eingeordnet bleibe, dann kann ich wirklich zufrieden sein mit dem, was ich habe.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in Ihrem Leben genug von dem haben, was Sie brauchen, und dass Sie immer aus einer größeren Hoffnung heraus Ihr Leben gestalten können!

Ihr P. Maurus Runge OSB

Hier geht es zum Gruß.

03.09.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/09/koemue-gruss-3-2025-cover.jpg 1181 1240 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-09-03 14:51:462025-09-03 14:51:46Gruß 3-2025 erschienen

Predigt am 21. Sonntag im Jahreskreis (24.08.2025)

Abtei, Predigt

von Br. Karl-Leo Heller OSB

Liebe Schwestern und Brüder,

da bin ich nach zwei Jahren mal wieder mit der Predigt in der Abtei dran und dann bekomme ich so ein Evangelium. Das war mein erster Gedanke. Und der zweite Gedanke: Angst vor der Hölle kommt in meinem Glauben nicht wirklich vor. Im Alltag zweifele ich überhaupt nicht daran, in den Himmel zu kommen.

Vielleicht bin ich ja damit so ein typisch kölsch-katholischer Mensch. „Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel…“ Natürlich ist das ein Karnevalslied und nicht gerade eine biblische Aussage. Aber irgendwie spiegelt es doch etwas von meinem intuitiven Glauben wider. Denn er enthält ja eine tiefe Sehnsucht, die Sie vielleicht auch kennen: Am Ende soll es gut werden. Am Ende möchte ich – möchten wir getragen sein, geborgen sein, bei Gott ankommen.

Und doch klingt das heutige Evangelium anders. Jesus spricht von der engen Tür. Und er sagt: „Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür hineinzugelangen; denn viele, sage ich euch, werden hineinzukommen versuchen und es nicht können.“

Das klingt nicht Easy-Going. Es klingt nach Herausforderung, nach einer Tür, die nicht einfach weit offensteht, sondern an der man sich mühen muss.

Ich habe ein bisschen Widerstand: Warum so streng, Jesus? Warum so abgrenzend? Oder ist es vielleicht nur der Evangelist Lukas, der ja gern mal das eine oder andere Drohwort berichtet. Ich kann nicht glauben, dass es darum gehen soll, Menschen Angst zu machen oder auszugrenzen. Vielleicht will Jesus uns auf etwas ganz anderes aufmerksam machen.

Ich glaube, der kölsche Karnevalsschlager von Jupp Schmitz hat deshalb so viel Erfolg, weil wir in uns diese tiefe Sehnsucht tragen: Dass der Himmel weit ist. Dass Gottes Liebe größer ist als unsere Fehler. Dass wir am Ende nicht auf der Strecke bleiben.

Und tatsächlich: Das ist ja auch – und ganz wesentlich – die Botschaft des Evangeliums. Gott will, dass alle Menschen gerettet werden. Jesus selbst hat Menschen eingeschlossen, die andere ausgeschlossen haben: Zöllner, Kranke, Frauen, Kinder, sogar die Heiden.

Und trotzdem: Jesus verharmlost nicht. Er sagt nicht: „Alles egal, am Ende passt es schon.“ Sondern er macht deutlich: Gottes Liebe ist eine Einladung. Sie verlangt eine Antwort. Der Himmel ist weit – aber er ist kein Selbstläufer.

Das Bild der engen Tür wirkt auf den ersten Blick abweisend. Wer will schon durch eine enge Tür gehen, wenn daneben das große Tor offensteht? Aber wenn ich darüber nachdenke, wo mir Enge in meinem Leben wirklich erleben, dann sind es oft Situation aus meinem Alltag in der Praxis. Dann kommen Menschen mit einer Stimmstörung zu mir als Patienten. Und oft erzählen sie, natürlich nicht beim ersten Mal, aber nach einiger Zeit – von Spannungen und Konflikten in Ihrem Alltag. Sie sind aus der Liebe herausgefallen. Sie fühlen sich eng und bedrückt, und machen dabei ihre eigene Stimme eng. Und meistens noch viel mehr. Beziehungen zu lieben Menschen werden eng und schwierig. Manchmal denke ich: Ist das die enge Tür, von der Jesus spricht: In unserer Zeit, in unserer Welt, in unserer Kirche  – in der Zuversicht und in der Liebe zu bleiben?

Auch der heilige Benedikt spricht in seiner Regel von einem „Weg, der am Anfang nun einmal eng sein muss.“ Aber sogleich lenkt er die Perspektive auf das Herz, das sich weitet, um den Weg in unsagbar er Freude zu gehen.

„Bemüht euch mit allen Kräften“, sagt Jesus. Dieses Wort gefällt mir, weil es ehrlich ist. Es nimmt ernst, dass Glauben nicht immer leicht fällt.

Wir ringen ja ständig: mit Fragen der Gesundheit, mit der Zukunft der Kinder, mit Unsicherheiten im Beruf. Wir ringen mit Krisen in der Kirche und im Kloster, mit eigenen Zweifeln, mit der Frage, ob Gott wirklich hört, wenn wir beten.

Ich finde es sehr auffällig, dass Lukas uns unmittelbar vor diesen Worten von der Heilung einer Frau berichtet – wie es im biblischen Wort heißt- seit 18 Jahren von einem Dämon gekrümmt war und den Rücken nicht aufrichten konnte. In der sonntäglichen Leseordnung sind diese Verse als unbedeutend aussortiert und werden nicht gelesen. Als Körpertherpeut denk ich das natürlich unbedingt zusammen. Da ist die Enge, die Lebenstüren verschließen kann. Und Jesus sagt Ihr: „Du bist frei“. Wo Christus uns begegnet, da löst sich die Spannung, da weitet sich das Herz, da können wir aufatmen und wieder aufrecht stehen.“

Ich musste beim Evangelium an den Philosophen Hartmut Rosa und seine Gedanken zur Resonanz denken. Rosa sagt: Ein Leben gelingt dann, wenn wir uns berühren lassen – und wenn wir antworten. Nicht durch Kontrolle, nicht durch Wissen, nicht durch „alles im Griff haben“.

Genau das sehe ich hier bei Jesus: Er ruft uns, nicht weil wir perfekt sind, sondern weil wir bereit sind, uns berühren zu lassen. Die enge Tür ist kein Durchgang für die Starken, sondern für die, die ihre Schwäche nicht verstecken du es wagen, wieder mehr auf Gottes Liebe zu vertrauen in einem schwierigen Alltag.

Ich summe gerne den Schlager „Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel“ , auch wenn mein Verstand natürlich auch weiß, dass es so leicht nicht immer sein wird. Aber er trägt einen wahren Kern und erinnert mich freudig daran: Ja, Gottes Himmel ist weit. Ja, er will uns alle an seinem Tisch haben. Aber: Er lädt uns nicht in eine unverbindliche Feier ein, sondern in eine echte Beziehung.

Darum dürfen wir das Lied mit einem neuen Unterton singen. Nicht als billige Vertröstung, sondern als Ausdruck unserer Hoffnung: Wir kommen alle in den Himmel – nicht, weil es selbstverständlich wäre, sondern weil Christus uns die Tür geöffnet hat.

Und durch diese Tür dürfen wir hindurchgehen – Schritt für Schritt, im Ringen, im Bemühen, im Vertrauen, in der Hoffnung.  Und vielleicht singen die Engel im Himmel ja nicht nur Halleluja, sondern auch mal so einen Kölner Schlager, wäre doch schön. Zum Beispiel: „Wir sind alles kleine Sünderlein, war immer so, war immer so, …. der Herrgott wird uns das bestimmt verzeihen, war immer, immer so“ oder eben noch ganz anders….

25.08.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2024/12/P1000888.jpg 960 1280 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-08-25 08:21:432025-08-25 08:21:43Predigt am 21. Sonntag im Jahreskreis (24.08.2025)

Besuch osteuropäischer Seminaristen

Abtei

Es ist mittlerweile eine gute Tradition, dass uns einmal im Jahr einige Priesteramtskandidaten, die in verschiedenen Ländern Osteuropas Theologie studieren, besuchen, um das benediktinische Leben in Deutschland kennenzulernen. So konnten wir am Sonntag, 3. August 2025, neun Seminaristen aus Polen, Kroatien und Rumänien begrüßen, die zurzeit im Rahmen der Sozialakademie „Europa eine Seele geben“ mit Prälat Dr. Peter Klasvogt im Erzbistum Paderborn unterwegs sind. Die jungen Männer feierten das sonntägliche Konventamt mit uns. Im Anschluss daran gab es eine Kirch- und Klosterführung durch P. Vincent, dem ein Gespräch über die Situation des Ordenslebens in Deutschland und die Aufgaben und missionarische Arbeit unserer Gemeinschaft folgte. Ein einfaches Mittagessen in der AbteiGaststätte rundete den Besuch ab. Wir wünschen den Seminaristen einen guten Aufenthalt in Deutschland und Gottes Segen für ihre Zukunft!

05.08.2025
https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2025/08/20250803_104255.jpg 879 1280 Bruder Maurus https://koenigsmuenster.de/wp-content/uploads/2019/12/abtei_logo_weiss_Homepage.png Bruder Maurus2025-08-05 08:50:032025-08-05 08:50:03Besuch osteuropäischer Seminaristen
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Kommentare
  • Es ist einfach toll, dass Ihr so gut organisiert seid. Danke...16.03.2022 - 17:54 von Klebefolien
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