Zweimal jährlich treffen sich die Missionsprokuratoren der Kongregation von St. Ottilien in einem unserer Klöster, um über neue Projektanträge der jungen Gemeinschaften zu diskutieren und Hilfen zu koordinieren. Dabei gibt es immer wieder Einblicke in aktuelle Entwicklungen, indem über Besuche vor Ort berichtet wird. Das Frühjahrstreffen 2019 fand vom 24. bis zum 26. März in der Abtei Münsterschwarzach bei Würzburg statt. Anwesend waren die Prokuratoren von St. Ottilien, Münsterschwarzach, Königsmünster, Schweiklberg, St. Georgenberg-Fiecht/Österreich, Uznach/Schweiz, vom Jakobsberg bei Bingen und aus Schuyler/USA. Die Leitung hatte P. Anastasius Reiser, der sog. „Kongregationsprokurator“, bei dem alle größeren Projektanträge zusammenlaufen. Einmal im Jahr – 2019 im Herbst – nimmt auch der Prokurator der Abtei Waegwan in Südkorea am Treffen teil, hat sich diese Gemeinschaft in den letzten Jahren so entwickelt, dass sie mittlerweile selbst Fundraising im eigenen Land betreiben und Projekte in ärmeren Klöstern unterstützen kann. Genau das ist das Ziel der „Hilfe zur Selbsthilfe“: junge Gemeinschaften auf ihrem Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen. So ist eine Entwicklung in unserer Kongregation, dass nach und nach in allen Klöstern Prokuratoren eingesetzt werden, die eigene Projekte vorantreiben und eigenständig nach Mitteln zur Verwirklichung suchen. Ein gutes Beispiel ist die Abtei Ndanda in Tansania, die ein kleines „mission office“ unter der Leitung von P. Christian Temu aufgebaut hat.

Auch unser Kloster Königsmünster hilft nach Kräften dort, wo Hilfe gebraucht wird. So engagieren wir uns u.a. beim Aufbau der klösterlichen Landwirtschaft in der Abtei Mvimwa in Tansania, wo ein Schweinestall gebaut werden soll. Unsere jüngste Gründung in Ägypten bedarf der besonderen Hilfe – nach dem Klosterbau in Ismailiya gab es von den Sicherheitsbehörden die Auflage, die Mauer um das Anwesen zu erhöhen. Das Krankenhaus in Ndanda möchte den Eingangsbereich neu gestalten, um die vielen Patientinnen und Patienten besser empfangen und versorgen zu können. In Indien besitzen unsere Brüder vom Kloster Kumily ein kleines Haus mit einer Landwirtschaft, das dringend renoviert werden muss, und die Mitbrüder im Priorat Katibunga in Sambia benötigen einen Zuschuss für die Ausbildung ihrer jungen Brüder in den verschiedenen Handwerksberufen, damit das Kloster bald aus eigenen Quellen den Lebensunterhalt verdienen kann. Auch das Studienprogramm unserer Kongregation, das jungen Brüdern aus Afrika, Asien und Lateinamerika Einblicke in die Ursprünge der Missionsbenediktiner geben soll, muss unterstützt werden. In unseren Publikationen werden wir immer wieder von den Fortschritten dieser und neuer Projekte berichten. Wir können uns nur an der Hilfe so vielfältig beteiligen, weil Sie uns mit Ihren Gaben dabei unterstützen. Dafür sagen wir Ihnen ganz herzlich Dank und bitten Sie auch weiterhin um Ihre Unterstützung.

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