In den Nachrichten war in den letzten Wochen immer wieder von den verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie in Indien zu hören. Die zweite Welle mit dem Auftreten der aggressiven indischen Mutation hat das Land hart getroffen. P. John Kaippallimyalil ist Prior der Gemeinschaft von Kumily im indischen Bundesstaat Kerala, die u.a. ein Waisenhaus betreibt. Er berichtet in einem Rundbrief von der Lage im Land. Am 10. Mai zählte Indien 403 738 neue Covid19-Fälle und 4092 Tote. Insgesamt lag die Zahl der Infizierten bis zu diesem Zeitpunkt bei 22,3 Mio., wovon 18,3 Mio. genesen sind. Allerdings sollen Experten zufolge die wirklichen Zahlen fünf- bis zehnmal höher liegen.

Das größte Problem ist die Versorgung mit Sauerstoff. Es wird zwar laut Pater John im Land genügend Sauerstoff produziert, doch es mangelt an der Verteilung. Der rasante Anstieg von Infektionen über die letzten Wochen habe das Gesundheitssystem vollkommen überlastet. Patienten sterben in Ambulanzen und auf Parkplätzen vor den Krankenhäusern, und Krematorien sind komplett überlastet. Man muss bis zu drei Tage warten, um einen Verstorbenen einäschern zu können.

Obwohl Indien das Land ist, in dem weltweit am meisten Impfstoff hergestellt wird, läuft das Impfprogramm nur schleppend an, und es hapert an der Verteilung. Nur 2 % der gesamten Bevölkerung, das sind 30 Millionen Menschen (von 1,3 Milliarden) sind komplett mit zwei Dosen geimpft worden.

Der Bundesstaat Kerala ist besonders stark betroffen,. Dort gibt es die zweithöchste Inzidenz im ganzen Land. Einer von vier Leuten ist positiv getestet worden. Noch gibt es in der Region genügend Sauerstoff, allerdings kann bei steigenden Zahlen auch hier die Lage kritisch werden.

Die Gemeinschaft von Kumily tut, was sie kann, um den Notleidenden zu helfen. Das Baugewerbe, die Landwirtschaft und der Tourismus sind besonders stark von Corona betroffen, mit am stärksten die Menschen, die auf den Feldern arbeiten. Einige von  den Teilzeit-Arbeitern um das Kloster herum haben ihre Arbeit verloren. Die Brüder haben zu Ostern dort und im Don Bosco-Waisenhaus Hausbesuche gemacht und haben Medizin, Kleidung, Lebensmittel und Süßigkeiten gebracht. Auch haben sie kleinere Geldbeträge gegeben, damit die Menschen die notwendigen Dinge des Lebens kaufen können. Es war für diese Menschen ein großer Trost, schreibt P. John.

Wir freuen uns, auch dank Ihrer Spenden die Mitbrüder in Kumily mit € 10.000,- Soforthilfe unterstützen zu können, damit sie weiterhin den bedürftigen Menschen unkompliziert helfen können. Gerade in den Zeiten einer globalen Pandemie fühlen wir uns dazu verpflichtet, über den Tellerrand unseres eigenen Landes hinauszuschauen und den Menschen zu helfen, die am nötigsten Hilfe brauchen. Für weitere Spenden sind wir dankbar!

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Bank für Kirche und Caritas Paderborn
Stichwort: Coronahilfe Mission