Da nahm Maria ein Pfund echtes kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt. (Joh 12,3)

Jesus ist in Bethanien bei seinen Freunden Lazarus, Martha und Maria zu Gast. Sie halten gemeinsam ein Mahl. Maria nimmt wertvolles Öl und salbt Jesus die Füße. Mit ihrem Haar trocknet sie die Füße ab. Ein Abwischen der Füße mit den Haaren macht bei einer Salbung keinen Sinn. Somit dürfen wir das Abwischen mit den Haaren symbolisch deuten. Die Haare Marias nehmen den Duft des Öls auf. Es entsteht eine Gemeinschaft des Duftes, des Wohlgeruchs zwischen Maria und Jesus. Am Beginn der Karwoche wird uns im heutigen Evangelium Maria als Vorbild der Hingabe vorgestellt. Wir sind eingeladen, es ihr in dieser Woche gleichzutun. In liebender Hingabe dürfen wir mit Jesus durch Leid und Leere zur Auferstehung gehen. Der Wohlgeruch erinnert uns an ein unzerstörbares Leben. Auch wir dürfen den Duft Jesu aufnehmen. Den Duft seiner Hingabe an uns, den Duft seiner Lebenspassion und den Duft der Auferstehung.

Br. Emmanuel Panchyrz OSB